Rumänien 2007 – 1.

Vorbereitungen und Abfahrt
Studium und Hobby habe ich im Jahr 2007 auf praktische Weise miteinander verbinden können. Bei mir stand noch ein sechsmonatiges Praktikum aus, welches ich in Rumänien zu absolvieren beschloss. Das war doch eine erstklassige Gelegenheit, denn so nahm ich meine Frau Herrmann Steiff und fuhr mit ihr pünktlich am 23.07.07 um 14:18 Uhr vom Frankfurter HBF nach Wien ab. Dort sollte ich Anschluss an einen Zug nach Budapest haben, wo zwei Freunde zum Kurzurlaub und Verabschieden auf mich warteten. Diese beiden sind schon etwas früher via Direktverbindung dorthin aufgebrochen. Da dieser Zug angeblich kein Radabteil besaß, musste ich also einen guten Umweg in Kauf nehmen.
Der Zug verlässt den Bahnhof, da fällt mir siedend heiß was ein: was ist eigentlich mit der Liste der Sehenswürdigkeiten, die ich mir rausgeschrieben hatte? Aha, liegt sie also noch daheim. Positiv sei bemerkt, dass dieses Stück das Einzige war, was ich vergessen hatte.

Für eine lange Zugfahrt gönne ich mir stets leckere Sachen zum Essen. Ganz oben auf meiner Käseliste steht zum Beispiel, sehr zum Leid meiner Mitfahrer, ein gut durchgereifter Coeur de Lion, den ich leider nicht mehr auftreiben konnte und so musste er von einem Chaumes vertreten werden, der geschmacklich keine Alternative darstellt. Fader als der Käse war jedoch die Zugfahrt, das Großraumabteil teilte ich mir mit zwei langweiligen alten Herren und einer Mutter mit Kind. Letzteres hielt sie auf Trab und mich wach. Dabei hätte ich Schlaf durchaus gebrauchen können, hatte ich doch die letzten Nächte vor der Abfahrt recht wenig davon gehabt.
Ankunft in Wien um 21:30
Junge, ist das hier eine Hitze! Schwitzen im Mondesschein. Der Anschlusszug verlässt Wien erst irgendwann im Morgengrauen und so heißt es nun die Zeit bis dahin totzuschlagen. Frau Herrmann wird also bepackt und es geht los, ab nach Wien hinein. Für mich das erste Mal, dass ich dort nicht nur den Westbahnhof sehen sollte. Schön war es, schön schön, aber auch schön langweilig. Und um 3Uhr fing es tierisch zu winden an, von Wärme war fortan nur noch sehr wenig zu spüren. Das war in etwa der Zeitpunkt, zu dem ich mich wieder in den Westbahnhof verkroch, in der Hoffnung auf ein Bisschen Windstille. Weit gefehlt. So ließ ich mir den Wind denn auch bis zur Abfahrt des Zuges durch die Haare wehen.Rund drei Stunden später, von denen ich endlich mal 90 Minuten schlafen konnte, gelangte ich nun in Budapest an und verpasste in umgekehrter Reihenfolge den Bahnhof: ich stieg einen zu früh aus. So hatte ich nun die Gelegenheit mich per Rad durch halb Budapest zu kämpfen, geleitet praktisch nur durch mein Gefühl und eine Karte, die nur das Zentrum anzeigte. Da war ich hingegen noch nicht. Der verabredete Treffpunkt war „Haller Camping“, ein kleiner, recht zentrumsnaher Campingplatz mit gruseligen Sanitäranlagen in Containern. Den Campingplatz fand ich denn auch schneller, als dessen Eingang.
…Fortsetzung folgt…

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