Jeder fängt mal klein an – oder: eine Einführung zur Ausrüstung

Als ich zu Touren begann, hatte Sachsen noch kein Geld für Brücken.

Als ich zu Touren begann, hatte Sachsen noch kein Geld für Brücken.

Meine erste Radtour führte mich durch Thüringen und Sachsen, geschlafen haben wir damals in Jugendherbergen und Pensionen. Was benötigt man für solche Touren? Nicht viel: Natürlich ein funktionierendes Rad, Packtaschen und praktischerweise auch eine Lenkertasche für Kleinigkeiten und als Kartenhalter. Manch einer mag gar nur mit dem Rucksack auskommen. Kleidung und sonstige Ausrüstung? Wirklich zwingend braucht man nichts was man nicht ohnehin schon daheim hat. Manche Dinge gestalten das Leben unterwegs aber angenehmer und flexibler. Regensachen zum Beispiel. Mit zunehmender Tourenlänge und Tageskilometerleistung steigt aber auch das Verlangen schmerzfreier zu sitzen. Die Lösung: ein guter (und für den eigenen Hintern passender!) Sattel und eine ordentliche Radhose (die bitte ohne(!) Unterhose getragen wird). Gerade wenn es schwitziger wird ist auch ein Funktionsshirt eine gute Wahl.

Sehr sinnvoll ist es Notfallwerkzeug dabeizuhaben und damit auch etwas umgehen zu können.

Mit dem Zelt unterwegs…

…steigt die Palette der benötigten Ausrüstung an. Neben dem Zelt benötigt man eine Isomatte, einen Schlafsack und, sofern man nicht komplett auswärts isst, ist auch ein Kocher mit zugehörigem Brennstoff, Topf, Geschirr und Besteck nötig. Lebensmittel braucht man dann natürlich auch noch. Das ist ja alles klar und logisch.

Wenig spricht dagegen sich (nicht nur auf den ersten Touren) benötigte Sachen auszuleihen, gebraucht zu kaufen, passendes aus dem Haushalt zu benutzen, sofern diese zweckmäßig sind. Omas gutes Porzellan sollte zwar bleiben wo es steht, aber viele haben ohnehin noch irgendwo Plastikbecher/-teller herumliegen und als Besteck kann auch das daheim genutzte dienen. Es muss nicht unbedingt „Outdoor“ draufstehen, damit man die Sachen unterwegs nutzen kann.

Natürlich muss das Material auch nicht immer das Teuerste und Beste sein, um einen unterwegs glücklich zu machen. Manch einer ist jahrelang mit einen Zelt vom Discounter glücklich unterwegs und wird nie auf die Idee kommen sich Besteck aus Titan zu kaufen. Wenngleich folgende Aussage nicht pauschalisiert werden kann trifft sie doch häufig zu: Teures ist nicht zwingend funktioneller oder haltbarer, aber in erster Linie leichter. Das Mindergewicht erkauft man sich dann durchaus zu einem x-fachen Preis. Wohlgemerkt, ich schreibe diese Zeilen aus der Perspektive eines Radlers in gemäßigten Regionen, dem es wenig aufs Gewicht ankommt, der aber dennoch so viele leichte & teure Teile sein Eigen nennt: weils mir Spaß macht. Die meisten Menschen können aber durchaus mit einfachen, aber soliden Teilen glücklich werden. Gerade und vor allem wenn man mit dem Rad unterwegs ist.

Auf Tour merkt man recht schnell wo die Vor- und Nachteile der einzelnen Ausrüstungsgegenstände liegen und kann gezielt nachbessern. Es lohnt sich bei der gesamten Ausrüstung sehr auf Auslaufmodelle & Angebote, aber häufig auch auf gebrauchtes zu achten.

Aktuell erstelle ich eine Liste mit günstiger & funktioneller Einsteigerausrüstung und werde sie bald veröffentlichen. Habt ihr Vorschläge zu entsprechenden Teilen? Ich nehme sie dankbar entgegen.

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