Rumänien 2007 – 6.

30.07.

Diesen Tag habe ich mein Rad stehen lassen und bin zu Fuß unterwegs gewesen. Vatra Dornei sollte erkundet und ein Kopfhörer gekauft werden. Beide Vorhaben wurden von Erfolg gekrönt und ich habe in diesem Ort wahrscheinlich 100% aller verfügbaren Kopfhörer aufgekauft. Genau einen. Dafür musste ich meinen Perso vorzeigen und meine Personendaten notieren lassen. Warum das üblich ist, habe ich allerdings nicht verstanden.
Vatra Dornei ist ein tendenziell sehr schöner Ort. Gesäumt von Bergen liegt er an der Mündung der Dorna in die Goldene Bistritz , beherbergt einen schönen Park und eine Reihe historischer Gebäude, an denen der Zahn der Zeit meist ordentlich nagt. Das dortige, einst sicher prächtige Kasino erscheint mittlerweile als eine Ruine.
Das Wetter ist nun nicht mehr ganz so schön. Heute hat es ein paar Mal getröpfelt, was allerdings eher angenehm war und den Staub aus der Luft wusch. Leider sollte das Wetter nun erst einmal schlechter werden und auch eine Weile so bleiben. Das brachte mich auch auf die Erkenntnis des Tages: „Zelte mit einer großen Apsis haben einen großen Vorteil – die große Apsis.“ Etwas nervig ist nämlich einfach die Tatsache, dass ich bei Regen nass werde. Hab ich Regensachen an, ziehe ich sie aus, bevor ich das Zelt „betrete“. Wo mache ich das am Besten? Nicht im Zelt, da ich es ansonsten unnötig nass machen würde. Es bleibt die Apsis als idealer Ort hierfür. Hat ein Zelt eine kleine Apsis wird das Ausziehen darin schwierig. Ganz einfach.

In der Nacht dann lieferten sich die Wolken eine Schlacht und schleuderten ihre Blitze gen Erde hernieder. Großartig, in einem Takt von nur wenigen Sekunden Blitzte und krachte es, wie ich es vielleicht nie zuvor erlebte. Sicherungen flogen raus – und ich musste raus, mitten im Regen. Mist.
Nach 20 Minuten war bereits alles vorbei, schade. Schade? Fortwährend sprangen Autoalarmanlagen an, das hat genervt.
Der Tag hatte aber auch noch etwas (für mich) interessantes zu bieten. Ich schlendere so über den Platz, sehe einen Papierschnippsel und denke mir… „Och, den könnte ich eigentlich in den Mülleimer dahinten werfen.“ Und was sehe ich da? Der –> Kassenbon stammt aus Deutschland, aus Wiesbaden und wurde am 18.04.07 ausgestellt. Hatte ich den etwa verloren? Immerhin komme ich aus Frankfurt… aber, der wurde ja an meinem Geburtstag ausgestellt – und da war ich garantiert nicht in Wiesbaden. In Wiesbaden bin ich sowieso höchst selten. Klein ist die Welt.
Naja, ich fand es echt lustig so etwas 2000Km fern meiner Heimat zu finden. Seitdem klebt der Bon in meinem Reisetagebuch.

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