Rumänien 2007 – 7.

31.07.

Kloster Voroneţ

Kloster Voroneţ

Der nächste Tag führte mich nach Gura Humorului (ich kann das bis heute nur stockend aussprechen) in das nahegelegene Kloster Voroneţ (Mănăstirea Voroneţ ), welches ich nach nur 80Km erreichte. Dort gibt es einen ganze hübschen C’platz: einfach eine sehr große und ebene Wiese, die von einem Fluss und einem Berg begrenzt wird. Als ich dort war, war wohl gerade keine Saison mehr (oder noch nicht) und somit war ich dort beinah allein. Zu anderen Zeiten kann echt die ganze Wiese voll sein. Glück gehabt.
Das Wetter ist nun endgültig schlechter geworden. Die Temperaturen liegen bei nur noch rund 50% der Vortage (ca. 19-20 statt 35-44°C). Das hat immerhin ein gutes, nämlich meinen stark gesunkenen Wasserbedarf: 1,5 Liter haben mir unterwegs gelangt.
An diesem Tag habe ich für mich eine Zwischenbilanz zum Radfahren in Rumänien gezogen.

  • Straßen: Die Schlaglöcher und Bodenwellen sind auf Dauer eine kleine Folter. Es ist spannend zu sehen, wie viel schneller ich fahre, wenn der Straßenbelag gut wird.
  • Staub: Die Straßen sind häufig sehr staubig, das ist ganz krass an meiner schwarzen Softshell zu sehen, die nach einem Tag einfach nicht mehr schwarz ist. Zum Atmen ist das auch nicht immer der Brüller.
  • Hupen, Überholen & Stinken: Da reagiere ich in Ro wirklich allergisch drauf. Autofahrer Hupen wenn sie gerade direkt hinter einem sind, LKW-Fahrer auch. Mann, was habe ich mich häufig erschreckt. Die Überholmanöver sind denn aber der Hammer, gerade die der meisten einheimischen LKW-Fahrer. Sicherheitsabstand? Ich hatte überhaupt nicht den Eindruck, dass die Fahrer vor dem Überholen auch nur etwas nach links geschwenkt sind.
    Es sind übrigens noch sehr viele alte LKWs übrig, die stinken wie sonst was, gerade wenn sie bergauf fahren und das Gas ins Blech treten. In der Regel habe ich sie weit vorfahren lassen. Im Falle eines Holztransporters hatte ich dazu keine Lust, ich habe ihn überholt und abgehängt 😉
  • Müll: überall liegt Müll herum! Auf Müll, gerade mitten in der Natur, reagiere ich einfach empfindlich, ich finde das furchtbar. Aber was ich in Rumänien, gerade im Norden erlebt habe, hat alles bisher gesehene weit hinter sich gelassen. Plastikflaschen liegen zu hundert tausenden in der Landschaft herum. Ich übertreibe? Definitiv nicht.
  • Tote Tiere: Seit Rumänien kenne ich Verwesungsgeruch. Unfassbar wie viele tote Tiere hier am Straßenrand liegen, um deren Beseitigung sich auch niemand kümmert. In erster Linie sind dies Hunde.
  • Hunde: Apropo. Viel böses hab ich vor der Tour von den wilden Hunden gelesen. Für meinen Teil kann ich das nicht bestätigen. Meinen Blutdruck wurde hingegen von den zahlreichen und häufig sehr aggressiven Hofhunden hochgetrieben. Einmal auch von Hirtenhunden – das eine Mal dafür aber richtig.

Links

romanianmonasteries (lohnend, nicht nur wegen des Kloster, aber englischsprachig)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s