Rumänien 2007 – 19.

Ein Blumenbeet.

Ein Blumenbeet.

15.08.

Ganz fahrradfrei war der Tag heute nicht, denn am Abend musste ich ja → Sonja aus dem Nachbarort mit dem unaussprechlichen Namen abholen. Trotz Herumirrerei in diesem netten Örtchen und der Suche nach dem Bahnhof, komme ich dort pünktlich an. Ich schon, nicht aber der Zug, der vielleicht 30 Minuten Verspätung hatte. Der Zug kam an, ich wollte das Gepäck entgegennehmen und wurde beinah von ihm erschlagen. Naja. Apropo Gepäck, Sonja hatte zwar nicht soo viel davon, was sie aber hatte, war sehr einfach verpackt. An und für sich ist das natürlich nicht tragisch, es bietet mir aber gerade einen guten Anlass etwas grundsätzliches über verschiedene Packtaschen zu schreiben. Am gebräuchlichsten sind zwei Arten von Taschenmaterialien. Viele Taschen bestehen aus einem kräftigen Polyester und sind, falls das Material auch wasserdicht beschichtet, nicht dauerhaft wasserdicht. Im (stärkeren) Regen benötigen sie eine Regenhülle, aber selbst dann sind sie dem Wasser aus Richtung Laufrad ausgesetzt, denn bis hierher reicht eine Regenhülle nicht. Der Vorteil einiger dieser Taschen liegt in ihrer größeren Flexibilität was das Packen angeht, denn sie sind häufiger mit verschiedenen aufgenähten Taschen ausgestattet als Taschen aus LKW-Plane (eigentlich auch ein Polyester). Letztere werden verschweißt und bekommen in keinem Regen der Welt Probleme. Ich fahre nur mit letzteren, genauer gesagt mit den Ortlieb Back- und Front-Roller Classic.
Mindestens genauso entscheidend wie die Materialwahl ist die Wahl des Befestigungssystems. Bei billigen Taschen wird häufig einfach Klettband eingesetzt. Normalerweise sind bei diesem System beide Taschen fest miteinander verbunden und werden mittels Klett nur fixiert. In der Praxis ist es eine ganz schöne Fummelei die Taschen auf diese Art und Weise zu fixieren. Hat man es geschafft, bekommt man es kaum gedankt, denn dieses System ist alles Andere als eine solide Lösung. Sind die Taschen ungleichmäßig bepackt oder transportiert man z.B. die Isomatte und das Zelt zusätzlich auf den Taschen, wackelt alles unbekümmert hin und her und droht gern vom Rad zu rutschen. Vielleicht mag es hier und da auch positive Beispiele solcher Taschen geben – ich persönlich kenne keine. Sonja ist mit solchen Taschen unterwegs gewesen und ich musste einen Teil ihres aufliegenden Gepäcks übernehmen, sonst hätte wir die Tour praktisch abbrechen können..

Viel solider sind Taschen, die mittels Kunststoffhaken am Gepäckträger eingehängt werden, denn sie sitzen, je nach Machart, bombenfest. Einfache, nicht arretierbare Systeme mögen für eine gelegentliche Nutzung durchaus ausreichen, bei härterer Beanspruchung würde ich aber auf ein hochwertiges System zurückgreifen. Ordentliche Arbeit haben hier die Firmen Rixen & Kaul (Klickfix) und Mainstream MSX geleistet, am Meisten sagen mir jedoch die Systeme von VauDe und vor allem Ortlieb zu. Beide halten nicht nur sehr sicher am Träger, sondern sind noch dazu sehr komfortabel in der Handhabung.

Für das Finden des Rückwegs im Dunkeln haben wir etwas länger gebraucht, sind auf dem C’platz aber pünktlich angekommen, um uns noch zu Gulasch und Wein einladen zu lassen 🙂

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