Rumäninen 2007 – 23.

Mal das T-Shirt ausspülen.

Mal das T-Shirt ausspülen.

19.08.

Der Anstieg des Vortages wurde nun mit der sicherlich schönsten Abfahrt des Urlaubs belohnt, es ging hinunter in das Aries-Tal. Wieder haben wir von der Schönheit nur das erlebt, was wir unmittelbar von der Straße aus sehen konnten. Wenn ich mir nun aber anschaue, was es jenseits der Straße zu sehen gegeben hätte… hmmm… da möchte ich gleich wieder hin.

Wichtig ist natürlich worauf man den Fokus in einem Urlaub legt. Ich wollte möglichst weit durch ein mir bis dato vollkommen unbekanntes Land fahren, das habe ich auch geschafft. Alternativ kann man aber natürlich auch eine Radtour quasi als eine Mixtour gestalten: mal Radeln, mal wandern. Wobei die Wandertouren dann natürlich so ausgelegt sein sollten, dass man wieder zu seinem Rad kommt. Beides hat seine Reize und je nach Wunsch kann der Fokus natürlich in beide Richtungen verschoben werden

Gerade saß ich eine Weile an google Earth (gE) und hab mir die Schönheiten abseits unseres Weges betrachtet und ich halte es gerade für einen guten Zeitpunkt etwas über die Tourenplanung im Allgemeinen zu berichten. Wie man letztendlich seine Tour plant bleibt jedem selbst überlassen, ich gehe jedoch in der Regel folgendermaßen vor.

Als erstes versuche ich Informationen über das entsprechende Land vorrangig über das Internet und Reiseführer zu sammeln. Ich schaue was mir gut gefällt, was ich sehen möchte und trage dies auf einer Landkarte ein. Ideal hierfür finde ich das kostenlose Programm gE. Auf einer 3-dimensionalen Landkarte kann ich mir hier Orte markieren, Fotos von anderen Usern zu bestimmten Orten anschauen und vieles mehr. Am Ende habe ich dann eine mit Markierungen gesprenkelte Karte. Diese Ortsangaben kann ich beispielsweise auch in unterschiedlichen Farben anlegen und die Orte, die ich unbedingt sehen mag mit rot markieren, die weniger wichtigen mit gelb – wie auch immer. Nun versuche ich die Punkte zu einer Route zu koppel. Die wichtigsten Punkte geben dann die grobe Strecke vor. Ob ich dann auch die für mich weniger wichtigen Punkte in die Strecke einbeziehe, liegt an deren Lage und den zeitlichen und örtlichen Möglichkeiten sie zu erreichen. Über gE schaue ich mir nun die Strecke an, ebenso die Fotos der anderen User entlang und etwas abseits dieser Strecke. Je nachdem fliegen mehr oder weniger ursprünglich angedachte Zwischenziele aus meiner Planung raus.

Das finde ich auch gar nicht schlimm, denn ich gehöre nicht zu den Menschen, die alles Sehenswerte auch unbedingt sehen müssen. Wenn ich 4 Wochen – oder auch schon wesentlich kürzer auf Tour bin, sammle ich dermaßen viele Eindrücke, dass ich mich am Ende eh kaum noch daran erinnern kann. Weniger ist hier meiner Meinung nach mehr und die wirklich schönen und erinnernswerten Momente kommen ohnehin ungeplant. Wichtig für mich ist das Führen eine Reisetagebuchs und das Nachzeichnen der wirklich gefahrenen Strecke auf der mitgeführten Landkarte.

So, weiter geht’s aber nun mit dem Tagesgeschehen. In Albac hatten wir die grandiose Idee eine Abkürzung zu fahren. Wir verließen die Hauptstraße also in nördlicher Richtung und fuhren etwa bis Horea. Einen Gewitterregen warteten wir unter einer kleinen Brücke über einen kleinen Bach ab. Das Wasser stieg dort allerdings sehr langsam an und wir hatten bald keinen trockenen Stand mehr. Entsprechend wechselten wir unseren Platz und gingen an den direkt danebenliegenden Berghang. Etwas später schaue ich auf den Bach und traue meinen Augen kaum: urplötzlich schwillt dieser an und spült permanent Massen an Plastikflaschen mit sich ins Tal. Nun war es zum Einen natürlich unheimlich zu sehen, wie dieser kleine Bach in solch einer rasenden Geschwindigkeit dermaßen stark anschwillt, dass er sogar meterlange Baumstämme mit sich reißt und gegen die Brücke wirft. Genauso erschreckend fand ich aber auch die Unmengen an mitgespülten Plastikflaschen…

Das Wetter besserte sich wieder recht schnell und wir fanden einen netten Schlafplatz an einem Hang, gar nicht so weit entfernt von der Straße. Meine Schlafseite war abschüssig, was mich etwas Komfort und Schlaf kostete…

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