Rumänien 2007 – 29./30.

25.8.

Vor dem Losfahren habe ich eingekauft und die 1,5 Liter Kakao erstmal weggepumpt – den ersten halben Liter direkt vor dem Laden. Außerdem zum Frühstück: zwei trockene Brote.
Wie ich so bin, packe ich gemächlich meine sieben Sachen und düse dann los. Die 70 Kilometer bis Oradeo fahre ich mit einem 26er Schnitt und auch die weitere Strecke fahre ich mit Druck. Warum ich schon wieder nach Oradea fahre? Nun, Sonja habe ich ja nur bis zum Debrecener Bahnhof begleitet, ich selbst muss nach Cund, in das Herz Transsylvaniens reisen, um dort für das nächste halbe Jahr zu arbeiten. Und dieser Weg bringt mich direkt über Oradea & Huedin nach Gilau. Dorthin also, wo wir kurz zuvor schon wahren – aber nun in die Gegenrichtung der alten Strecke. Und etwas schneller 😉
Und wo wir gerade bei schnell sind: mein Flüssigkeits- und Energiebedarf liegt an diesem Tag besonders hoch. Weder vorher noch nachher habe ich jemals wieder an einem einzigen Tag so viel Flüssigkeit zu mir genommen. Bis zum Tagesende sollten es 12 Liter durch Getränke und noch etwas durch Essen werden.

So gut die Strecke bis Oradea lief, ich konnte das Tempo nicht ewig halte. Ab Alesd habe ich dann langsam die Anstrengung gespürt und bei Borod, nach runden 125Km, hatte ich ein Zwischentief. Hier sitze ich eine Weile an einer Tankstelle und pumpe gierig die Literflasche Fanta in mich hinein. Bis zu meinem geplanten Ziel, dem Campingplatz „El Dorado“ bei Gilau sollte noch ein paar Anstiege kommen. Ohje. Was heißt hier geplantes Ziel? Auf dem Hinweg habe ich paar Campingplatzschilder gesehen und eigentlich hatte ich vor einen von diesen auszusuchen. Auf dem Rückweg aber gab es keinen von diesen Campingplätzen! Unglaublich. Manche hatten offensichtlich schon wieder geschlossen, andere… nun… nix. Mist. Aber bin davon überzeugt, dass es eben jenen „El Dorado“ noch geben wird. Und so fahre ich tapfer drauf los und – oh, es wird langsam dunkel… nee, es ist schon stockdunkel. 27°C? Warum is mir dann so schweinekalt!
Bis hinter Huedin (Saula) beiße ich mich durch und treffe dann einen deutschen Lieferwagenfahrer. Oh Gloria! Irgendwie bekommen wir mein Rad und Gepäck bei ihm noch unter und so nimmt er mich kurzerhand mit nach Gilau, wo ich um 22:30 Uhr ankomme. Nach 180Km bin ich nun platt und hinüber, baue schnell noch mein Zelt auf und falle hinein. Die angrenzende und laute E60 stört mich in dieser Nacht kein Stück.

26.8.

Ich befinde mich auf einem holländischen Campingplatz und das garantiert für Qualität. Ja, und ich befinde mich nicht nur dort, sondern gleichzeitig in einem 200m² Bier-/Zirkuszelt. Dort steht nun mein kleines EOS ohne Außenzelt (wofür auch?). Juhuu, ich habe die größte Apsis der Welt!
Ansonten ist der Tag nicht sonderlich ereignisreich. Nach einer Dusche frühstücke ich Nudeln und Döse lange Zeit vor mich hin. Die Nacht war mir 7-8 Stunden viel zu kurz für mich und so schlafe ich am Vormittag nochmals eine halbe und am Nachmittag nochmals 2 Stunden. Zwischendurch fahre ich die kurze Strecke nach Gilau (der Platz liegt etwas außerhalb), um dort einzukaufen. 10€ lasse ich im dortigen Supermarkt und futtere die drei Packungen Heringe auch spontan auf. Eine war höllescharf, meine Fresse.

Gegen halb zehn gehe ich schlafen und freue mich, dass die Eintracht gut in die Saison gekommen ist.

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