DeTscheDeTscheDe – 2008: Teil 2

Malerisch: Loket

9.8.2008 – Tag 4

22:57 Uhr
Viel schöner war der kleine Campingplatz in Karlsbad, der genauso heißt, wie seine Größe vermuten lässt. Klein aber fein, eine geschlechtsneutrale Dusche, zwei Toiletten. Dafür ist aber auch alles sehr sauber und aufgeräumt und der Platz liegt schön innenstadtnah (~2,5Km zum Zentrum). Einzig etwas gewöhnungsbedürftig, dass der Platz im Garten des Betreibers liegt und man so wohl an das Zelten im Garten der Eltern erinnert wird. Auch hier gibt’s massig Schnecken und ab heute eine neue Sportart: Schneckengolf. Als Schläger dienen die Heringe, jeder Schlag über 100 Meter wird mit einer Kiste Bier entlohnt. Wir blieben beide nüchtern.

Morgen wird es einen Pausen- oder vielmehr Stadtbesichtigungstag geben – Karlsbad kenne ich ganz gut und werde es Magda mal zeigen.

10.8.2008 – Tag 5

~10 Uhr
Kurz vorm Frühstück, welches ich gleich einnehmen werde. Und mit Gänsehaut: es war heute Nacht & ist heute früh sehr kalt.

→ Tscha, das war der ganze Tagebucheintrag für heute. Wenn Magda dabei ist kommt man zu nix 😉
Aber anhand der Fotos… ääh… ja, wir sind also durch die Stadt spaziert, haben einige Fotos geschossen und waren dann bei einem Asiaten tschechisch essen. Bei einem Asiaten! Aber es war saugut.

11.8.2008 – Tag 6

23:09 Uhr
Viele Orte haben bei mir heute ein „Aha“ ausgelöst. Im Jahre… 2004, glaube ich, bin ich die Strecke schon mal mit anderen Leuten gefahren. Das war damals mein erster Besuch in Tschechien. Letztes wie dieses Mal sind wir über einen nödlichen Bogen von Cheb & Karlovy Vary nach Prag und dann die Moldau und Elbe hoch bis Dresden gefahren. Ist jetzt keine hammergroße Tour, aber schön wars beide Male.

Zwischen Kadan (sehr empfehlenswert, wie so viele Orten auf dieser Strecke) und Zatec liegt ein recht großer See und auf einem der drei anschließenden Campingplätze haben wir unser Lager aufgeschlagen und am See gesessen bis es geregnet hat. Und dann hat es geregnet.

12.8.2008 – Tag 7

20:57 Uhr
In einem Zug (also am Stück) sind wir die 104,66Km von dem See bis Prag durchgefahren. Magda kämpft tapfer und ich hab an jedem Berg, das heißt: auf jedem Berg Zeit für diverse Dinge und Angelegenheiten. In Prag gibt’s eine Ecke in Troja, da stehen diverse Campingplätze dicht an dicht. Hier lohnt auf jeden Fall mal ein Vergleich zwischen den Plätzen. Zum Einen was den Preis angeht, auch wenn keiner wirklich günstig ist, zum Anderen aber vor allem was die Atmosphäre angeht. Steht man eher auf voll und groß oder auf gemütlich? Hier hat man die Wahl. Als wir jedoch ankamen hat es geregnet und wir nahmen gleich den erstbesten Platz ohne zu wissen, das weitere wirklich in Fußreichweite sind.

Bis zum heutigen Tag entsprechen meine Kurzberichte fast 1:1 meinen damaligen Tagebucheinträgen. Echt’n Ding wie wenig ich damals aufschrieb und wie wenig differenziert meine Erinnerungen heutzutage an die Tour sind. Klar erinnere ich mich noch an einiges, aber das Meiste wir für den Leser sehr uninteressant sein, anderes sind sehr persönliche Erinnerungen.

13.8.2008 – Tag 8

Tja, da frage ich mich beinah wirklich wofür ich diesen Urlaub mein Tagebuch mitgenommen hab. Für heute liegt kein Eintrag vor, der nächste wird erst wieder am 20.8. erfolgen. Also muss ich wohl was aus der Erinnerung schreiben. 1,5 Jahre danach. Nagut.

Vom späten Vormittag bis zum ebenso späten Abend sind wir also durch Prag marschiert und haben Fotos geschossen was das Zeug hält. Ein paar Bilder sind auch wirklich schön geworden – zumindest für mein Leienauge. Besonders gefallen hat mir der Besuch in einem Hotel und der dortige Genuss eines Kaffees und Berliners. Ja, und besonders auch der Toilettengang. Wenn ich mich recht entsinne musste ich zwar nicht, wollte aber unbedingt die Ausstattung sehen und Fotos davon schießen 😉

Abends auf dem Campingplatz trafen wir einen Radtourer, der für die Strecke Dresden – Prag sage und schreibe drei(!) Tage brauchte. Ich dachte mir so: „Hö? Drei? Isser Umwege gefahren?“ Nee, isser nicht. Am…

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