DeTscheDeTscheDe – 2008: Teil 3

Litomerice - eine außergewöhnlich schöne Stadt.

[aktualisiert]

(am) …14.8.2008 – Tag 9…

…gings nach Melnik. Das ist nun echt keine Entfernung. Allerdings haben wir den Radweg komplett verloren und so einen Umweg von locker zwei Stunden eingebaut. Nun gut, Melnik ist schön, das hat schon gepasst. Hier gab es auch einen Radladen wo Magda Überschuhe gefunden (und dann gekauft) hat. Das Wetter war nicht so der Brüller. Zum zweiten Mal in meinem Leben hab ich nun eine Weßpenspinne geseh, juhuu! Eigentlich mag ich Spinnen ja ganz und überhaupt nicht, aber Weßpenspinnen finde ich echt schön – sofern sie mir nicht zu nahe kommen. Meine Erste habe ich im Jahre 2006 ebenfalls in Tschechien entdeckt: ich fahre so dümmdiedümm über eine Landstraße, da läuft mir doch solch ein Monsterteil beinah direkt vor mein Fahrrad! Sie hat halt nur unzureichend auf den Verkehr geachtet… „Wow!“ dachte ich und machte eine Vollbremsung.  Naja. Jedenfalls zückte ich blitzschnell mein Fotoapparat und verfolgte das schöne Tier durch die Wiese. Per Zufall war im Plzener Rathaus zur gleichen Zeit (als wir ein paar Tage später dort ankamen) eine Ausstellung. Voila, Weßpenspinnen waren dort von beachtlicher Größe zu sehen: auf großen Bildern an der Wand.

15.8.2008 – Tag 10

Litomerice. Aah, was habe ich mich auf diese wunderschöne Stadt gefreut! Abends sind wir lange um die Häuser gezogen und haben wieder vieele Fotos geschossen, hat echt Spaß gemacht. Litomerice ist immer einen Abstecher wert! Nett ist auch der dortige (niederländisch geführte) Campingplatz, beinah direkt an der Elbe. Bis wir dort ankamen sind wir freilich ersteinmal an dem Platz vorbeigeschossen. Ahso, unter den Schienen muss man durch. Ahso, aha.

16.8.2008 – Tag 11

Was ein Wetter, den ganzen Tag regnet es. Mal heftiger, mal etwas weniger und ganz selten (wirklich selten) überhaupt nicht. Am Ende hatten wir nach über 80Km keine Lust mehr und sind in die S-Bahn nach Dresden eingestiegen. Irgendwann hat sich das Wasser sogar seinen Weg durch, oder an meinen Vaude Überschuhen vorbei, ins Schuhinnere gebahnt. Pfff. Bis die Schuhe „durch“ waren, hat das Fahren eigentlich sogar richtig Spaß gemacht. Aber kalt war es und ein kleines Highlight an diesem Tage war die Einkehr in einer Tankstelle und der Genuß von irgendwas warmen. Was wir gegessen habe weiß ich nichtmehr.
Sehr nervig: wir kauften also die Bahn, stiegen glücklich und verfroren in den Zug ein, setzten uns, versuchten uns aufzuwärmen – da kommt der Schaffner. Nun gings los. Minutenlang hat er es ausgekostet, dass ich vergessen habe die Fahrkarten abzustempeln. Ey, in Frankfurt gibts das nicht: gekauft, eingestiegen, fertig! Jaa, ich habs einfach übersehen oder schlicht vergessen (das weiß ich gar nicht mehr so ganz genau). Also sach ich zu dem Typen: „Hmm, können Sie die jetzt nicht einfach entwerten? Gekauft hab ich die halt jetzt und brauche sie auf die nächsten Jahre sicher nicht mehr – weswegen sollte ich die also absichtlich nicht abstempeln, wenn ich das Geld eh schon bezahlt hab?! … Nein, ich betreibe keinen Schwarzmarkt.“ Aach, jedenfalls: irgendwann, nach viel hin und her hat er gemacht, was er ohnehin schon die ganze Zeit vorhatte: er entwertete die Karten. Mannomann, warum so ein Aufstand darum? „Eigentlich müsste ich Sie nun an der nächsten Station hinauswerfen. Dort stempeln Sie dann die Karten ab und nehmen den nächsten Zug in zwei Stunden.“ Jo, aber dann soller wenigstens mal handeln und nicht versuche auf diese Hinhalteartundweise Spaß und Action in sein Leben zu bringen. Aargh.

Aber positiv: Falls ihr irgendann mal nach Dresden kommen und einen Campingplatz suchen solltet, so empfehle ich den in Kleinpestitz/Mockritz (www.camping-dresden.de). Die Ortsnamen klingen zwar etwas eigenartig, aber der Platz ist wirklich klasse – von vorne bis hinten. Zeltleute haben ihren eigenen relativ großen Bereich.
Habt ihr was gemerkt? In Prag mache ich mich noch über den 3-Tage-Radler lustig und nun brauchen wir selbst drei Tage. Und fahren sogar noch etwas mit der Bahn. Tsetsetse 😉

Die kommenden Tage waren sehr schön: Festung Königstein, die Sächsische Schweiz… und noch so einiges mehr – aber das erzähle ich nicht. 😉

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