DeTscheDeTscheDe – 2008: Teil 4

Ich bins...

20.8.2008 – Tag 15

22 Uhr

Wörtlich aus meinem Urlaubstagebuch:
„Hab ich hier aber schon lange nichts mehr reingeschrieben…

Magda ist heute von Dresden aus losgefahren. Ab kurz vor 14 Uhr war ich also allein & bin nun in Richtung Tabor unterwegs. Allein ist nun Gas angesagt & mit 125Km fing es schon ganz gut an. Nett, aber verrückt wäre morgen nach Tabor durch zu fahren.
Sollte schlafen. Vielleicht finde ich ja noch Zeit & Lust die vergangenen Tage zu notieren.“

Oh mann, heute Nacht (auf den 21.8.) hatte ich einen ziemlich eigenartigen Traum. Ich bin des Nachts erwacht und fand ihn so abgedreht, dass ich ihn gleich notiert hab. So richtig mit Bildchen und mehr als 5 Din-5 Seiten Text… Aber den erzähle ich hier nicht. Immerhin hab ich darin Brad Pitt umgebracht, hab ihn von einem Turm runtergestoßen. Selbst schuld, warum sperrt der mich auch ein?!

Nach diesem Traum endet mein Tagebuch. Offensichtlich hatte ich wohl doch keine Lust mehr die fehlenden Tage nachzutragen oder weitere aufzuschreiben. Aber jetzt kommt alles nur aus meiner Erinnerung.

Am Tag 15 bin ich also recht zügig und auf der gleichen Strecke wie bei der Hinfahrt nach Dresden, bis Litomerice gekommen. Den Gedanken gleich am folgenden Tag bis Tabor durchzufahren, habe ich glücklicherweise verworfen. Zwar ist der Weg bis Prag (Tag 16) nicht sonderlich anstrengend zu fahren und es sind nur 130Km, weiter südlich wird das Gelände aber wellig. Und wer meinen Blog aufmerksam gelesen hat wird wissen, dass ich welliges Gelände nicht gern mag. Lieber Pässe und ewig lange Auffahrten, als ständig nur kurze Hügel hoch.
Also übernachtete ich wieder in Prag und erneut in „Troja“. Da es bei meiner Ankunft aber noch recht früh, warm und hell war, erkundete ich erstmal die Umgebung und schaute mir die anderen Campingplätze an. Einer war dabei, der gefiel mir besonders: klein und gemütlich und nebenbei auch günstiger als der vom letzten Mal. Ich checkte ein, wusch meine Klamotten und mich, ging einkaufen und schlief die Nacht gut. Halb auf dem Weg nach Tabor dann so wie jedes Jahr: „Mist, meine Wäscheleine hängt noch in Prag!“ Ich bin gut darin sie zu vergessen. Immerhin hatte ich die Klamotten eingepackt.

Tag 17 führte mich nun 114Km nach Tabor. Sicher kann man die Strecke auch abkürzen, aber in Prag hab ich mich dermaßen verfahren, dass der Tag so sicher 10 bis 20 Km länger wurde. Und hügelig, wie schon gesagt, wurde er ohnehin. Aber für Tabor tue ich ja fast alles. Ich mag das Städtchen einfach sehr gern! Sollte mich mein Gedächtnis nicht vollends trügen, so gibt es in Tabor zwei Campingplätze. Der weiter im Norden hat mir nicht so zugesagt und da ich noch genug Zeit hatte mir den anderen anzuschauen, fuhr ich nochmal zu dem im Osten an einem See gelegenen. Dort blieb ich dann auch für zwei Nächte, weil ich mein Tabor gern wiedersehen wollte. So richtig. Und das hab ich dann auch.

Tag Nummer 19 brachte mich nach weiteren 126Km und einem vollkommen arschigen Gegenwind (und ständigen(!) Hügeln) in mein Plzen, wo ich wieder einen Tag verweilen und mein Měšťanská Beseda aufsuchen wollte. Der dortige C’platz ist nicht sehr günstig aber schön an einem See gelegen und mit dem Rad noch gut zu erreichen. Langsam endete meine Tour. Tag 21 brachte mich die 99,94Km zurück nach Deutschland und Neualbenreuth, wo es einen kleinen, super(!) ausgestatteten und sehr ruhigen Campingplatz gibt. In erster Linie sind dort aber Dauercamper ansässig, die ihre Ruhe haben wollen. Dieser Campingplatz war der Ausgangspunkt für unsere 2005er Tour durch Tschechien, die Slowakei und Ungarn nach Budapest. Der Tag war recht warm und hügelig und in Neualbenreuth kam ich wohl sehr salzverkrustet an 🙂

Tag 22 war der letzte „richtige“ Tag meiner Tour. Dieser führte mich 126,41Km zu unserem ersten Campingplatz dieses Urlaubes nach Hohenstadt. Das Gelände war zwar auch hier noch recht hügelig, aber trotzdem erreichte ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,1Km/h. Viele Erinnerungen wurden wach…

Einen Tag darauf erreichte ich mein vorläufiges Ziel: Zirndorf bei Nürnberg und dem Playmobilpark. Dort traf ich mich mit meiner Schwester und Familie und dort blieb ich und blieben wir bis zm 31.8. Echt? So lang? Ich dachte ich kam an, am nächsten Tag gingen wir gemeinsam in den P’park und am Tag darauf fuhr ich wieder weiter. Hmm, entweder mein Gedächtnis täuscht mich oder ich hab da was falsch aufgeschrieben. Mein ursprünglicher Plan war nun… ach ich weiß wieder! Am Tag nach dem P’park stieg ich in Nürnberg in einen Zug (nachdem ich eines der besten Eise meines Lebens gegessen hab! Ach nee, das mit dem Eis war schon am Tag 24. Verwirrend, oder? Für mich auch. 😉 ) Ich stieg also in den Zug und fuhr, faul wie ich bin, nach Bamberg. Genau, so wars! Ich fuhr bis Bamberg und schaute mir diese wunderwunderwunderschöne Stadt an und verkrümelte mich dann irgendwann auf einen hervorragenden Campingplatz. Den fand ich richtig klasse. Das war der Tag mit der Nummer 26.

Der 27. Tag sollte der krönende Abschluss der Tour werden: per Rad von Bamberg nach Frankfurt. Die Strecke geht eigentlich und ist mit ~200Km auch zu bewältigen. Allerdings hat es permanent geregnet und so hatte ich nach 85Km keine Lust mehr zu fahren und stieg in Schweinfurt in den Zug nach Frankfurt ein. So endete meine und unsere 2008er Tour.

Endete?

Nein, diese Tour geht weiter und weiter und das ist mein großes Glück!

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