Test: Stichheiler bite away

Stichheiler: Bite Away

Es ist immer wieder lustig zu hören: „Andreas, mach dir keine Sorgen: ich ziehe Mücken an, heute bleibst du mal davon verschont.“ Na, und ich weiß: nein, auch heute kommen sie wieder nur zu mir. Fragt mich nicht warum, aber irgendwas muss ich an mir haben, dass ich so unheimlich anziehend auf alles wirke, was stechen kann. Toll ist diese Eigenschaft nicht, aber etwas gegen tun kann ich auch nicht. Gut, klar, die Chemiekeule verhindert auch bei mir wirkungsvoll die meisten Stiche, aber im Alltag mag ich mich nicht ständig damit behandeln, da nutze entsprechende Mittel praktisch gar nicht. Im Urlaub versuche ich auch ohne auszukommen, ganz ohne Nebenwirkungen sind die wirksamen Mittel ja leider alle nicht.
Wie schaut es mit natürlichen Mitteleln aus? Schon Zanzarin zeigt bei mir nicht die geringste Wirkung, von anderen Ölchen ganz zu schweigen. Hilft nix! Von daher war seit jeher der einzige Schutz für mich sekundär, also hinterher – wenns schon gejuckt hat. Dann hab ich Salben genutzt, die aber auch nur so mehr oder weniger funktionieren.
Umso erfreuter war ich von bite away zu hören. Das soll ein Stichheiler sein, der Mückenstiche, Bienenstiche, Wespenstiche einfach mittels Wärmeeinwirkung behandelt. Und das funktioniert folgendermaßen (bitte Anleitung auf Verpackung beachten!):

Bedienung

Die kleine, vergoldete Kupferplatte am Gerät wird genau auf den Stich gehalten und während der Anwendung leicht angedrückt. Nun wird einer der beiden Starttaster gedrückt (links für ~3, rechts für ~6 Sekunden Anwendung), das Gerät piebst, die Kupferplatte heizt sich auf 49-53°C auf und entfaltet ihre Wirkung. Hat das Gerät seine Betriebstemperatur erreicht, signalisiert es dies per Lämpchen, welches nach genannten 3-6 Sekunden wieder erlischt, auch jetzt wird wieder ein Piepton abgespielt. Beachtet bitte: Den Stichheiler nicht auf den Augen oder Schleimhäuten anwenden!

Wie es sich anfühlt

Als ich den bite-away geliefert bekam, hatte ich gerade keinen Mückenstich, an dem ich ihn hätte ausprobieren können. Also hielt ich ihn einfach so auf meinen Unterarm und drückte ab. …und nahm ihn ganz schnell wieder weg, weil ich mich schon über dies massive Gefühl gewundert hab. Es brennt etwas, schmerzt etwas, nicht übertrieben stark, aber beim ersten Mal fühlt es sich schon unheimlich an. Allerdings muss ich sagen, gewöhnt man sich (also zumindest ich mich) an das Gefühl und wie es sich anfühlt kommt auch sehr stark darauf an, auf welcher Hautparty das Gerät angewendet wird. Auf Haut mit dünnerer Hornhaut ist es unangenehmer, als auf Haut mich dickerer Hornhaut.

Als ich dann mal endlich gestochen wurde, dieses Jahr habe ich noch nicht so viele Mücken gesehen, habe ich mich echt gefreut. Endlich konnte ich den bite away mal richtig austesten. Positiv: bei Mückenstichen angewendet fühlt sich die Behandlung sogar richtig angenehm an und die Wirkung kann das Gerät sehr gut entfalten. Zumindest meine bislang behandelten (drei) Mückenstiche haben mich nach der Behandlung nicht mehr geärgert. Sie waren noch zu sehen, aber gejuckt hat da nix mehr.

Etwas technisches

Das Gerät existiert in zwei Ausführungen: der Cobra und der Maus (aha, daher die Überschrift). Beide unterscheiden sich nur in ihrer Form. Naja, Auswahl braucht der Mensch… Die Maus kommt in einer für das Gerät eigentlich zu großen Pappverpackung daher und wird inkl. zweier zum Betrieb benötigten und hochwertigen Duracell Plus Batterien (einweg) geliefert. Eine seperate Anleitung liegt dem Gerät nicht bei, alle gegebenen Informationen sind auf der Verpackung abgedruckt. Der Gürtelklipp des Gerätes ist abnehmbar, wie das aber funktioniert (Batterieklappe auf, Clip nach oben herausschieben) ist nicht vermerkt. Ansonsten aber: alles im grünen Bereich. Das Gerät erscheint mir funktional aufgebaut und ordentlich verarbeitet.

Die Abmessungen betragen ca. 10,5×4,3×2,5cm (mit Gürtelclip 3 statt 2,5cm).
Das Gewicht liegt bei 75g inkl. Batterien.
Der Hersteller gibt eine Batterielebensdauer von ca. 300 Anwendungen an, je nach verwendetem Batterietyp – Akkus können übrigens ebenfalls genutzt werden. Sie die Batterien leer, teilt es einem das Gerät mit.

Auf meiner diesjährigen Rumänientour wird das Gerät dabei sein, meine Erfahrungen aus dem harten Dauereinsatz werde ich euch nicht vorenthalten.

Und mein Prädikat?

Sehr empfehlenswert.

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