Test: MSR Hubba Hubba / Hubba Hubba HP Footprint

MSR Hubba Hubba / Hubba Hubba HP Footprint

Der Fuß des Zeltes

Es ist beinah schade ein solch schön leichtes Zelt wie das MSR Hubba Hubba HP mit einem Footprint zu benutzen, treibt dieses doch das Gesamtgewicht des Zeltes wieder nach oben. In diesem Fall sind es jedoch nur rund 200g, die sich dafür aber wirklich auszahlen.
In den meisten Fällen dient ein Footprint „lediglich“ zum Schutz des Zeltbodens vor Abrieb und Beschädigungen aus Richtung Boden, zudem kann es einen nicht mehr sehr dichten Zeltboden aber auch vor Nässe bewahren. Na, und gegen Schmutz schützt es ohnehin. Der Boden des MSR macht zwar einen sehr hochwertigen Eindruck, dick ist er aber nicht und es gibt sicher robustere Böden am Markt. Dies alles spricht zwar für die Nutzung eines Footprints, allerdings wäre ich normalerweise einfach in ’nen Baumarkt gesprungen und hätte mir dort eine dicke Folie oder Plane gekauft. Die kostet kaum was, ist ebenso dicht, relativ klein zu verpacken, robust und normalerweise viel zu groß (meist ab 3×2 Meter) – mann kann sich also ein Footprint zurechtschneiden und hat dann noch eins in Reserve. In der Praxis gabs bei mir mit dergleichen Folien noch keinerlei Probleme.
Beim Zuschnitt sollte jedoch drauf geachtet werden, dass das Footprint etwas kleiner als das Innenzelt ist. Das hat einfach den Hintergrund, dass dann kein Regenwasser vom Außenzelt auf das Footprint laufen und sich schließlich zwischen ihm und dem Innenzeltboden sammeln kann. Sinnvoll hingegen kann es sein den Zuschnitt so zu gestalten, dass auch noch die Apsis/Apsiden abgedeckt werden, das reduziert Kondenswasser und kann, je nach Bodenverhältnissen, die Ausrüstung sauberer und trockner halten.
Das alles kann das MSR Footprint natürlich auch (außer die Apsiden abdecken), aber noch ein klein wenig mehr, weswegen sich der Kauf dieses Originals wirklich lohnt – auch wenn der Preis bei 39,95€ liegt. Für diesen stolzen Preis erhält man erstmal einen netten Packsack, der auf der einen Seite wasserdicht (der Stoff fühlt sich in etwa an wie das Außenzeltgewebe des normalen Hubba Hubba) und auf der anderen mit Mesh (also quasi Moskitonetz) ausgeführt ist. Wo ich das gerade schreibe: wieso bezeichnet man diesen Stoff eigentlich häufig mit Mesh? Das heißt doch einfach Masche und gibt doch als Einheit eher die Dichte entsprechender Gewebe oder Siebe an?!
Na, Wurscht.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Footprint als solches hat einen irgendwie etwas gummieähnliche Griff, macht einen guten Eindruck, ist aber ebenfalls recht dünn gehalten. Die konkave Form passt sich prima dem Innenzeltboden an, der in seiner Mitte ja auch schmaler geschnitten ist. An den vier Ecken befinden sich einfach geöste und mit Spannleinen versehene Gurtbänder. Spannleinen ist etwas übertrieben, denn spannen kann man mit diesen Bändern nichts – es sind einfach nur Schlaufen. Wer mag, nutzt einfach den Palstek und Topsegelschotstek (das sind Knoten;) und bindet sich selbst verstellbare Schlaufen. Wenn man das Footprint einfach nur als solches verwenden möchte, ist das nicht unbedingt nötig, nutzt man es aber folgendermaßen, so ist es überaus praktisch:
Bei den ganzen Hubbas dient das Footprint nicht nur als solches, sondern auch als Aufbauhilfe für das Außenzelt und ermöglicht es somit nur das Außenzelt ohne Innenzelt aufzustellen. So dienen die Hubbas einfach als leichter Wetterschutz für zwischendurch und eine Art Tarp. Ich glaube zwar nicht, dass ich das in der Praxis großartig nutzen werde (eher umgekehrt, das Innenzelt steht solo), aber dieses Feature bietet die Möglichkeit das Außenzelt bei Regen zuerst aufzustellen und dann erst das Innenzelt einzuhängen. Das ist klasse, denn das Innenzelt wird somit trocken bleiben. Umgekehrt ist es natürlich auch möglich das Innenzelt zuerst abzubauen und dann erst das Außenzelt. Auch beim Einpacken kann das IZ also trocken(er) bleiben.

Am Ende tue ich mich mit der Bewertung mal wieder etwas schwer.

Und mein Prädikat?

Sehr empfehlenswert…
…für ein Stück eingefassten, mit geösten Gurtbändern und Riemen versehenen Stoff 39,95€ auszugeben, finde ich schon echt happig, zumal Baumarktplane vielleicht ein Zehntel davon kostet. Dafür erweitert das Original die Hubbas aber um die Möglichkeit das Außenzelt zuerst aufzustellen und das erscheint mir viel Wert zu sein. Und: andere Hersteller sind mit ihren Footprintpreisen selten weniger unverschämt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s