Buchbesprechung: „Türkei: Lykischer Weg“ von Michael Hannemann

„Türkei: Lykischer Weg“ von Michael Hannemann

Buchbesprechung: Hennemann, Michael: Outdoor Handbuch. Der Weg ist das Ziel. Türkei: Lykischer Weg. Von Fethjye nach Antalya. Welver 2009.

Mit dem Wanderführer „The Lycian Way“ hat Kate Claw, die quasi Erschließerin des Weges, ein umfangreiches Buch über diesen verfasst, welches allerhand Infos zu Wasser- und Schlafstellen, Verhaltensregeln, der Wegführung etc. beinhaltet. Das Buch gibt es nur in englischer Sprache, hat ein wenig wanderfreundliches Format und ist entsprechend schwer. Unsere australischen Mittrekker überraschte die Autoren häufig mit ihrer rechts-links Schwäche. Beides scheint Kate Claw gern zu verwechseln. Der einzige deutschsprachige Reiseführer über den kompletten Weg stammt meines Wissens aus dem Conrad-Stein Verlag und wurde von Michael Hennemann verfasst. Aktuell (1.8.2011) ist das Buch in der zweiten Auflage erhältlich, die dritte, überarbeitete Auflage wird aber voraussichtlich in wenigen Monaten erscheinen.

Das Buch zum Greifen

Im Gegensatz zum „The Lycian Way“ ist dieser Reiseführer mit seinen Maßen von ca. 16,5×11,5cm wahrlich zierlich und mit rund 145g auch angenehm leicht geraten. Die PUR-Klebebindung ist sehr robust und wir haben es auch nach vier Wochen der Anstrengung nicht vermocht, das Buch zu zerfleddern.
So, das kurz und grob zum rein physischen Aufbau. Aber was steckt drinnen? Soviel sei gesagt: alles Notwendige. Auf den ersten 48 Seiten erfährt der Leser in aller Kürze einiges wissenswerte über Land und Leute und über das Reisen in der Türkei an sich, gespickt wird das ganze mit unterwegs geschossenen Fotos. Der Sprachstil bleibt angenehm und man kann es locker hintereinander weglesen. Der Umfang und die geballte Informationsflut vieler herkömmlicher Reiseführer darf dabei nicht erwartet werden, aber das ist bei einem „Dabeihabewerk“ auch sinnvoll so. Schließlich wird dieses im Rucksack getragen und da spart man doch gern jedes Gramm Gewicht ein. Weitere Infos kann man sich schließlich auch anderweitig besorgen, natürlich auch aus einem dicken Reiseführer, den man dann daheimlassen kann.
Auch wenn dies Büchlein bereits ein rechtes Leichtgewicht ist, fänd ich die Möglichkeit begrüßenswert, das Buch noch weiter abspecken zu können. Die genannten Infos brauche ich doch, wenn überhaupt, in erster Linie nur vor der Tour und so wäre es sinnvoll, Buchseiten mit allgemeinen Infos sauber heraustrennen zu können. Mir würde das gefallen.
Sehr hilfreich fänd ich in diesem Fall auch ein Leseband in das Buch reinzukleben, damit man stets weiß, wo man sich auf dem Weg und in dem Buch befindet.

Kleine Ergänzungen

Im allgemeinen Teil des Buches sind mir keine Fehler aufgefallen, allerdings würde ich die Ausrüstungsempfehlung etwas ergänzen und auch sonst noch eine Kleinigkeit anmerken.
[Seite 23, Fleece im Sommer]: Wer Gewicht und Packmaß sparen möchte, der kann sich als Alternative zum Fleece eine ultraleichte Windjacke (ca. 100g) einpacken und diese ggf. mit einem langärmligen Shirt (Empfehlung: Woolpower) kombinieren. Kalt wird es im Sommer sicher nicht werden, wohl aber windig und da halte ich eine leichte Windjacke für die sinnvollere, weil kleiner verpackbare, leichtere und variablere Alternative. Nur zum Wandern taugt sie auf diesem Weg aufgrund der vielen Stacheldrahtähnlichen Pflanzen herzlich wenig.

[Seite 23, kein Zelt im Sommer]: Nach unserer Begegnung mit einem Skorpion, sie mögen halt Wärme) halte ich zumindest ein Moskitonetz für sinnvoll. Auch sollte bedacht werden, dass es an einigen Stellen des Lykischen Weges auch im Sommer kräftig winden kann, was das Schlafen ohne Zelt eventuell ungemütlich werden lässt. Ein Zelt, dessen Innenzelt zuerst aufgebaut werden muss, bzw. solo stehen kann, wäre meine erste Wahl.

[Seite 33 & 44, Moscheen & Trinkwasser]: An jeder Moschee besteht die Möglichkeit Trinkwasser (ich hoffe, es ist stets solches) nachzufüllen. Teilweise wurde dies sogar extra gekühlt, was ein wahrer Hochgenuss ist! Die Empfehlung, besser einen Wasserfilter anstelle von Wasserentkeimungstabletten zu nutzen, möchte ich dick unterstreichen. Quellwasser haben wir zwar meist gänzlich ungefiltert getrunken, aber das Zisternenwasser sah doch reichlich unschön aus und ungefiltert fänd ich es ziemlich unangenehm zu trinken. Wer es dennoch tut, dem sei das vorherige Grobfiltern des Wassers durch ein Küchentuch, Teesieb (aus Stoff) oder eine Kaffeefiltertüte angeraten. Besonders empfehlenswert sind m.E. Getränkezusätze (die jedoch nicht in eine Trinkblase gehören!), um eine eventuelle Färbung des Zisternenwassers zu vertuschen und es besser schmecken zu lassen. Zudem trinkt man von solch zubereitetem Wasser meist wesentlich mehr, was einer schleichenden Dehydrierung entgegenwirkt. Empfehlenswertes Puver hört auf den Namen „Tang“ – wer noch „Quench“ kennt, das ist fast das gleiche. Diese Pulvertüten sind sehr ergiebig und günstig. Eine Tüte reicht für 1,5-2 Liter Wasser und kostet rund 30 Cent (0,6 TL). Die Hersteller empfehlen es für 1 Liter Wasser, aber dann ist es kaum zu trinken.
Ab und an habe ich mir aus gefriergetrocknetem Kaffee und Kaffeeweißer auch einen kalten Kaffee hergestellt. Das schmeckt nur mehr oder weniger und um den Weißer in kalten Wasser aufzulösen, bedarf es schon einer Engelsgeduld. Es ist jedoch mal ein anderer oder vielmehr: es besitzt überhaupt Geschmack.

[Seite 46, Wildzelten]: Dankenswerterweise gibt der Autor des Buches jeweils Zeltplätze am Lykischen Weg an. Wer diesen geht, wird schnell bemerken, dass es meist sehr schwer oder kaum möglich ist, sein Zelt an einem anderen als den genannten Plätzen aufzustellen. Der Untergrund ist zu steil, zu felsig oder zu dicht bewachsen. Das ideale Zelt auf dieser Tour hat eine möglichst kleine Stellfläche und ist selbsttragend. Solo würde ich beispielsweise das Wechsel Pathfinder ZG sehr empfehlen. Es geht zwar noch leichter und drin sitzen kann man auch nicht, dafür kann man das Außenzelt weglassen und es benötigt im Normalfall keinen einzigen Hering.
Wie waren mit einem GoLite Shangri-La 3 unterwegs, welches zwingend 6 Heringe benötigt. Aber Probleme, die Heringe in den Boden zu bekommen, gabs komischerweise keine sonderlichen.

Die Routenbeschreibung

Kommen wir zum eigentlichen Herzstück dieses Buches: der Wegbeschreibung. Die meiste Zeit ist der Weg ja nun wirklich gut gekennzeichnet, aber Potential zum Verlaufen gibt es trotz der rot-weiß Markierung und zahlreicher, von den „Vorläufern“ aufgebauten Pyramiden dennoch. Hier hilft das Büchlein meist prima weiter, verlaufen haben wir uns dennoch ab und an. Aber von vorn.
Auf Seite 50f präsentiert Hennemann sämtliche 25 Etappen des Weges in einer sehr knappen, überblicksartigen Beschreibung. Sich nach seinen Tagestourvorschlägen zu richten ist allein schon aufgrund seiner Zeltplatzempfehlungen (fast immer mit Wasserstelle) sinnvoll und meistens ohne Probleme möglich. Erschwert wird dies höchstens durch Verlaufen, zu lange Pausen oder ähnliches.
Auf den Seiten 52 und 53 erblickt man den Routenverlauf im ganzen auf einer sehr einfachen Karte, bevor man, sehr spannend, das Höhenprofil der ganzen Strecke auf Seite 54 und 55 findet. Die einzelnen Etappen sind hier markiert.

Auf der Seite 54 beginnt nun auch die Wegbeschreibung in schriftlicher Form und die ist, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, sehr gut gelungen! Beispielhaft soll hier die erste Etappe von Ovacik nach Kabak vorgestellt werden.
Zu jeder Etappe sind erst einmal handfeste Angaben gemacht:
1. Wie lang wird die Strecke sein?
2. Wie lang wird man für die Etappe, vermutlich, benötigen?
3. Der Streckenverlauf wird auf einer groben Karte gezeigt.
4. Das Höhenprofil ist jeweils mit angegeben.
Ein mehr oder weniger detaillierter Text informiert über die bevorstehende Etappe (hier stichwortartig wiedergegeben und nicht zitiert, S. 54): …der Weg verläuft oberhalb der Küste auf einfach zu laufenden Pfaden… anstrengender und schweißtreibender Aufstieg… spektakuläre Ausblicke… es besteht die Möglichkeit die Etappe auf zwei Tage aufzuteilen…
In einer gesonderten, hellblauen Textbox finden sich sinnvolle Tipps zur Wasserversorgung und für weitere, gesonderte Tagestouren. Hier in dieser (S. 54) wird beispielsweise darauf hingewiesen, dass die Wasserversorgung unterwegs keine Probleme bereiten sollte, da es mehrere Zisternen und Quellen gibt.
Die knappen Ortsvorstellungen werden jeweils mit mehr oder weniger Piktogrammen gespickt – abhängig davon ob es dort Unterkünfte, Läden, Banken oder ähnliches gibt. Ovacik sei beispielsweise eine Partymeile und der Aufenthalt dort lohne nicht – so der Autor. Und er hat Recht.
Im Fließtext sind markante Punkte häufig mit GPS-Koordinaten und ca. Laufzeiten seit Etappenbeginn versehen. Paktisch.

Eine Wegbeschreibung Hannemanns kann sich in etwa so lesen, wobei ich hier gleich mal eine der unklarsten herausgegriffen habe: „Wandern Sie auf der Teerstraße für ca. 45 Min. bergauf und biegen Sie auf einer Höhe von ungefähr 500 m nach rechts von der Teerstraße ab.“ (S. 74) Nun ja, ich habe keine Ahnung wie weit Herr Hannemann in 45 Minuten laufen kann und da GPS-Geräte die Höhe häufig nur ungenau anzeigen – sofern man überhaupt eines dabei hat – und man seinen barometrischen Höhenmesser einigermaßen kalibriert haben muss – sofern man einen solchen mit sich führt – ist diese Angabe doch, gelinde gesagt, fürn… sinnlos. Lustig finde ich auch Beschreibungen wie: biegen Sie vor dem roten Haus links ab. Da hofft man dann doch, dass die Hausbesitzer ihren Farbgeschmack nicht mal zwischenzeitlich geändert haben. Aber klar: solch eine Beschreibung zu verfassen ist nicht immer leicht und markante, aber unveränderliche Punkte nicht immer verfügbar.
Verwirrend ist die Formulierung: „Nach wenigen Schritten nach links erreichen Sie…“ (S. 86) Nach wenigen Schritten, darunter haben wir so 10 oder 20 Schritte verstanden, in Wirklichkeit waren es runde 500 Meter. Klar, mit der Ergänzung was man da erreicht, nämlich eine alte osmanische Zisterne, findet man die Ecke schon. Unklar finde ich es dennoch und bislang hat niemand, den ich danach fragte, unter wenigen Schritten 500 Meter verstehen können.
So, und ein letzter noch: „Nachdem sie rechts den Friedhof passiert haben, führt der Weg…“ (S. 72) Bitte? Passiere ich den Friedhof nun auf seiner rechten Seite? Oder muss ich den Friedhof, der sich rechts von mir befindet, passieren? Diesen Satz verstehe ich bis heute nicht, aber dafür verstehe ich was anderes: egal wie der Satz zu verstehen ist, er ist nicht korrekt! Man läuft weder links am Friedhof vorbei, noch rechts, sondern einfach durch ihn durch und bleibt also einfach stur auf dem Weg, auf dem man auch schon zu dem Friedhof gelangt ist.

Nun gut, das waren jetzt wenige weniger gelungene Beispiele der Streckenbeschreibung, normalerweise findet man den Weg mit diesem Büchlein recht gut und besser. Dennoch funktioniert das alles natürlich nicht so perfekt, wie das Navi im Auto. Hier muss man gut aufpassen, dort auch mal nach links und rechts schauen, um den richtigen Weg zu finden… gelegentlich fühlt man sich ein Bisschen wie bei einer Schnitzeljagd. Aber das soll nach meinem Geschmack auch so sein.
Insgesamt hat uns die meist gute Markierung des Weges sicher ans Ziel geführt. Überall dort wo Unklarheiten bestanden, und davon gab es einige, hat uns dieses Büchlein sehr gute Dienste geleistet. Ohne es hätten wir an einigen Stellen massive Probleme gehabt den richtigen Weg zu finden.

Weiteres

Zu guter letzt verfügt der Reiseführer dankenswerterweise noch über einen kleinen Sprachfüher (S. 163-166) mit einer Hilfestellung zur Aussprache einzelner Buchstaben. Ganz nett ist auch die Miniliteraturempfehlung im Anschluss daran. Ein Index schließlich komplettiert das Werk.

Insgesamt erhält man zum Preis von 12,90€ ein hoch nützliches, dazu robustes und handliches Büchlein, welches der Reisende des Lykischen Weges kennen sollte. Trotz oben genannter Kritik ist das Buch für mich ganz klar…

Und mein Fazit?

Sehr empfehlenswert

…aber eins habe ich noch zum Schluss (S. 128): „Rund um den Leuchtturm gibt es gute Zeltplätze, lediglich das neu erbaute Windrad hinter dem Leuchtturm schmälert die Idylle ein wenig.“ Die Idylle nehme ich Herrn Hannemann gern ab, vor allem, wenn ich mir das zugehörige Foto betrachte. Als wird dort ankamen kippte ich aber sogleich aus meinen Wanderstiefeln: der Platz war an jeder erdenklichen Stelle zugemüllt. Plastikflaschen hier, Mülltüten dort. Das Windrad störte mein Idyll nicht, wohl aber der ganze Abfall. Immerhin: am Leuchtturm gibt es das beste Zisternenwasser des Weges!

Links

Die Bilder durfte ich mit freundlicher Genehmigung des Conrad Stein Verlags einstellen, welcher unter www.conrad-stein-verlag.de zu erreichen ist. Aktuelles zum Buch erfahrt ihr unter
http://www.conrad-stein-verlag.de/p/verlag/show_book.html?isbn=978-3-86686-171-8&edition=2&t=1312266385907

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7 Gedanken zu „Buchbesprechung: „Türkei: Lykischer Weg“ von Michael Hannemann

  1. Hallo Michael!
    Dein Handbuch war uns ein wertvoller Begleiter auf dem Lykischen Weg. Folgende Pensionen möchten wir gerne für eine Neuauflage empfehlen: Ali’s House in Bogazcik, die Dumanoğlu Pansiyon in Gey, die Çelik Pansiyon in Kalkan und die Esralina Pansiyon in Cirali. Unzufrieden waren wir und andere Wanderer, die wir getroffen haben, in Demre (Kent Pansiyon).
    Unsere Erlebnisse sind hier beschrieben:
    http://wanderpartner.wordpress.com/category/turkei/
    Beste Grüße, Diana & Thilo

  2. Merhaba,
    …sind auch die GPS Daten der Zisternen in diesem Buch angegeben? Oder weiss jemand, wo man diese bekommen kann?

    Gruß
    Waller

  3. Hey. Gute Rezension. Soweit ich das jetzt gelesen habe gibt es abgesehen vom Kate Clow Buch kein „richtiges“ Kartenmaterial. Hattet ihr das Gefühl welches zu brauchen? Sind die Campsites kostenpflichtig oder sind das einfach nur ausgewiesene Stellplätze um die liebe Natur zu schonen?

    • Hey & dankesehr!
      Das mit dem Kartenmaterial sehe ich auch so, allerdings ist auch das von Claw nicht immer ganze genau/richtig. Das Material im Hannemann-Buch hat uns locker gelangt und wir hatten auch nicht das Gefühl unterversorgt zu sein. Die Plätze liegen alle irgendwo in der Natur, bezahlen braucht ihr da nicht. Häufig gibt es unterwegs nichts anderes, also kein Platz wo ein Zelt wirklich hinpasst – oder nur schlecht. Die vorgeschlagenen Plätze sind auch unsgesamt schön gewählt.
      Ein kleiner Rat: immer ein paar Bollerchen (Bonbons) für die Kinder (und nicht nur die;) unterwegs dabei haben…

      • Dank dir für die fixe Antwort. Hattet ihr irgendwas zur Trinkwasseraufbereitung dabei oder kommt man voraussichtlich jeden (2.) Tag an neue Reserven?

      • Moin!

        Die Problematik bei der Sache ist, dass ihr (je nach Jahreszeit) wirklich ordentlich ins Schwitzen kommen werdet und entsprechend viel Wasser benötigt. Es kommt halt drauf an, wie viel Wasser ihr zu tragen bereit seid. Ich würde definitiv wieder einen Filter mitnehmen.
        Ansonsten: lies das Buch mal, dann siehst Du an welchen Stellen es Wasser geben wird – auch im Laden.

  4. Merhaba Andreas,

    ersteinmal vielen Dank für Deine umfangreiche Buchbesprechung. Es freut mich, dass Du im Großen und Ganzen mit meinem Wanderführer zufrieden warst und er Dir an der einen oder anderen Stelle weitergeholfen hat.

    Was Deine Kritikpunkte angeht, so hatte ich einen großen Teil davon für die Überarbeitung der Neuauflage schon selbst entdeckt und bereits verbessert. Auf der 9.Etappe hinter Kalkan war ich dann wohl richtig gut drauf, wenn ich 500 m mit einer paar Schritten bewältigt habe, aber ich habe das jetzt in der Neuauflage noch korrigiert 😉

    Farbige Häuser als Orientierungspunkt zu nehmen ist natürlich nur eine Notlösung, aber wie Du selbst schreibst, ist manchmal halt nichts anderes da. Und aus meiner Erfahrung heraus glaube ich sagen zu können, dass Häuser weder in der Türkei noch sonst wo, besonders häufig umgestrichen werden.

    Deine Bemerkung zum Leuchtturm am Kap Gelidonia hat mich, gelinde gesagt, sehr erschüttert. Ich fand es dort immer sehr schön und ein wirklichtraumhaftes Fleckchen. Die Bemerkung zum Windrad war eigentlich leicht ironisch a la „der technische Fortschritt macht auch vor nichts halt“ gemeint. Vielleicht hängt das erhöhte Müllaufkommen aber indirekt mit dem Windrad zusammen, denn da der Leuchtturm jetzt automatisch betrieben wird, fährt der Leuchtturmwärter nicht mehr täglich raus und vielleicht ermutigt das den ein oder anderen Tagesbesucher seinen Müll nicht wieder mit nach Hause zu nehmen…
    Ich hoffe mal nicht, dass der Müll dort von anderen Trekkern stammt, aber das löst das Problem natürlich nicht. Auch wenn es utopisch ist: Vielleicht kann jeder von uns, wenn er dort das nächste Mal vorbei kommt, ein bisschen was einsammeln und mitnehmen – vielleicht ändert das ja auch das Bewußtsein vor Ort?

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall weiterhin viele schöne Touren.

    Allaha ismarladik,

    Michael Hennemann

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