Der Lykische Weg, Teil 5 – 01.07.2011

Der Lykische Weg

Der Dreck muss weg. Oder: Hilfe, ein Pferdegespenst!

01.07.2011

Klasse, heute wurden mein T-Shirt und meine Socken gewaschen – das erste Mal in diesem Urlaub. Dreckig waren sie zwar schon ein wenig und das Shirt vor allem salzig, aber es geht noch dreckiger, noch salziger und das Shirt kann noch wesentlich steifer werden, wie ich noch feststellen konnte.

Die meisten Zeit war auch der heutige Weg sehr schön. Nach einem Bisschen Einlaufen ging es steil bergab in ein Tal, an dessem Anfang wir mit „Caj, Ayra, Kaffee“ begrüßt wurden – danke, aber unser Frühstück hatten wir ja gerade und eine Einkehr erschien uns denn noch reichlich früh.

Um das Tal ging es herum, Magda blickte nach unten und, hmm, hatte der Trekkingstock nichtmal eine Spitze? Wahrscheinlich schon, denn der andere hat ja auch eine. Ich hab die gleichen und auch meine besitzen welche. Also zurück und die Spitze gesucht, glücklicherweise hat sie Magda schnell wiedergefunden und so konnte es bald weitergehen.

Nach einer Weile des Laufens erreichen wir die ersten Häuser von Gökceören. Im Schatten eines Baumes wartet Hussein auf uns. Der gute Mann sitzt wohl den ganzen Tag mit seinem Fernglas bei seinem Haus und schaut nach potentiellen Gästen. Entdeckt er jemanden, düst er mit seinem Mopped zu ihnen und holt sie, sofern sie mögen, zu sich heim und lässt sie bekochen. Natürlich gibt es das nicht umsonst, aber was der Gast dafür zahlt, bleibt ihm überlassen. Wir haben die Gelegenheit genutzt und bekamen wirklich großartige(!) Böreks (aber lasst die Finger von deren Ayran), von uns gibt’s also eine echte Empfehlung für die nette Familie! Eine sehr gute Quelle gibt es gegenüber praktischerweise auch.

Der Weg führt nun erstmal wieder zurück auf eine Art Hauptstraße, welche weiter durch das Tal führt. Nun dauert es eine Weile, bis man zu einer weiteren Quelle und gar zu einem Bach kommt. Wenn ich mich recht entsinne, erreicht man bald darauf einen Felsdurchbruch und das Folgetal besitzt einen gänzlich anderen Charakter als das vorherige. Der Weg war hier nicht ganz leicht zu finden. Er führte weiter auf der Schotterstraße, bog aber im neuen Tal nach rechts ab, verlief sich dann aber in der Wiese. Dort, wo man rechts abbiegt läuft man nun einfach mehr oder weniger in der Richtung, in der man den dortigen Bach überquert weiter auf die gegenüberliegende Bergwand zu. Etwas links von einem wird man einen Pfad entdecken, der den Berg hinaufführt. Diesem folgt man und passt auf, dass man nicht in den ungesicherten Zisternenschacht direkt neben dem Weg fällt. Teilweise ist der Weg durch Erdrutsche und weil die Bergflanke auch sehr steil ist, etwas schwierig zu gehen, aber sobald der Weg aufhört sandig zu sein, ist die einzige Schwierigkeit seine Kräfte zu mobilisieren, denn es wird nun eine ganze Weile bergauf gehen. Dabei hat man einen tollen Blick auf das Tal und die dahinterliegenden Berge. Oben angekommen hält man sich möglichst rechts an der Wiese und läuft, trotz verschiedener anderer Pfade nicht quer über sie hinweg. Nach kurzer Zeit erreicht man nun verlassene Häuser und auf den dahinterliegenden Terassen kann man prima sein Zelt aufschlagen, eine Quelle hat man dort jedenfalls. Alternativ dazu geht man noch ein Stückchen weiter und erreicht nach vielleicht 20 Minuten eine riesige Platane mit einer sehr ergiebigen und guten Quelle. Der Boden hier ist zwar steiniger, aber zum Zelten findet man schon einen Platz.

Als wir die verlassenen Häuser erreichten, dämmerte es bereits – aber was ist das? Vieherte da nicht ein Pferd? Aber wie soll eins hierher kommen? Hier wohnt doch niemand. Ein wenig unheimlich fand ich die Ecke aber auf jeden Fall. Die Platane erreichten wir im Dunkeln.

Merke: Wandere nicht bis in die Nacht. Das ist unheimlich (juhuu) aber man findet die Markierungen kaum.

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