Test: Mammut Herron Jacket

Die Herron auf dem Murgleiter im Schwarzwald.

Die Herron auf dem Murgleiter im Schwarzwald.

Testbericht von der Mammut Herron Jacket

Mammut gehörte bislang nicht zu den Herstellern, von denen ich Ausrüstung im Schrank liegen hatte. 2011 war ich drauf und dran mir den Rucksack „Heron Pro“ zu kaufen, entschied mich aufgrund einiger Nachteile jedoch gegen ihn und so blieb mein Haus lange Zeit frei von Mammuts. Das änderte sich, als Wiebke den Dachboden der Bergfreunde abstaubte und mir einen Fund zum Testen zur Verfügung stellte…

Die Mammut Herron Jacke ist eine Softshell der teureren Art. Runde 270€ soll sie kosten – nicht das Ende der Fahnenstange, aber günstig ist das auch nicht. Was bekommt man denn für diesen stolzen Preis?

Ausstattung und technischer Kram

Für den Preis bekommt man schlicht eine warme Wintersoftshell aus sich kräftig anfühlended „Schoeller-FTC 12704 (94% Polyamid, 6% Elasthan), SOFtech 3-Layer 28000 (100% Polyester)“ – alles klar? Klar ist: hier wurde teilweise eine Membran verbaut.
Mit an Bord sind drei Taschen, zwei hüftgurttaugliche, große mit Reißverschlüssen vorne für die Hände und eine aufgeschweißte mit Reißverschluss an der Brust. Passt. Die arme sind perfekt lang und die Ärmelbündchen recht groß und verstellbar, der untere Saum ebenso – verstellbar meine ich. Volumenverstellung erfolgt zusammen mit der Gesichtsanpassung über die beiden vorderen Versteller. Einen Vorteil kann ich nicht erkennen, mir gefällt das herkömmliche System besser.

Das Gewicht weißt die Herron nicht gerade als eine Vertreterin der UL-Fraktion aus. 680g sind für Größe M angegeben, meine wiegt 700g (Gr. L).

Praxis

Liebe Mammuts, ich will da mal ganz ehrlich sein. Das was ihr euch da ausgedacht und zusammengeschustert habt, ist schlicht und ergreifen einfach nur… wirklich klasse! Von ganz unten bis ganz oben, von vorne bis hinten ist alles im grünen Bereich. Die Passform – alles sitzt und bewegt sich so mit, wie ich es mir vorstelle. Das ist mir bislang wirklich selten passiert. Die Arme sind lang genug, dass man greifen kann wie man will, der Schutz der sehr gut mitdrehenden Kapuze ist prima… Genau so soll es sein. Und nebenbei sieht die Jacke auch noch echt gut aus!

Aktuell ist die Jacke das vielleicht am häufigsten von mir getragene Kleidungsstück. Viel Spaß hatte ich neulich auch auf unserer Murgleitertour mit ihr (Schwarzwald, knappe 80Km in zwei Tage waren mal eine ganz neue Erfahrung für mich). Für diese Strecke oder vielmehr bei diesem Wetter (bis knapp 10°C) war die Jacke grenzwertig warm, allerdings blieb sie auch in schweißtreibenden Passagen angenehm zu tragen. Pit-Zips (Unterarmbelüftungen) wären eine weitere Verbesserung, aber es ging auch ohne, dann halt etwas langsamer. An solchen Situationen machen sich die weiten Ärmelöffnungen positiv bemerkbar, auch über sie kann man ganz gut lüften.

Möchte man nicht lüften, alles klar: Unten zu, Ärmel zu, Kapuze aufsetzen oder zumindest enger stellen – schon hat der Wind keine Chance mehr. Und Regen? Bislang ist noch an keiner Stelle was durchgekommen (nach ca. 30-45 Minuten leichtem bis mittlerem Regen).

Fazit

Mit der Mammut Herron erhält der Käufer eine erstklassig sitzende, verarbeite und funktionierende Jacke für kühle und kalte Tage, bei der einfach alles passt. Aktuell ist die Jacke für unter 200€ erhältlich und für diese Jacke ist das mal definitiv nicht zu teuer. Die Jacke erhält von mir eine dicke, fette Kaufempfehlung, sie ist schlicht und ergreifend…

Und mein Prädikat?

Sehr empfehlenswert

Zum Weiterlesen

Ein weiterer Bericht über die Herron

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2 Gedanken zu „Test: Mammut Herron Jacket

  1. Pingback: Test: Mountain Hardwear Hooded Ghost Whisperer | Rad und Fuß

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