Test: Optimus Vega

Der Optimus Vega von oben.Erstklassiger Dreibeinkocher mit niedrigem Gewicht und sehr guter Verarbeitung

Optimus hat den Vega überarbeitet. Herausgekommen ist ein mit 94,95€ nicht ganz billiger Gaskocher, den ich aber dennoch sehr empfehlen kann. Warum? Das klärt dieser Test.

Für viele werden Gaskocher noch immer einfach auf die Kartusche draufgeschraubt oder –gesteckt. Wieso auch nicht? Diese Bauart ist einfach, leicht und seitdem es extra Kartuschenfüße gibt, kann man auch standfest damit kochen. Die leichtesten Kocher dieser Kategorie wiegen ca. 50g. Mit seinen (nachgewogenen) 180g ist der Optimus Vega mehr als dreimal so schwer und immer noch um den Faktor zwei schwerer, als ein „normal leichter“ Kocher mit Schlauchanschluss. Warum also für den Vega mehr zahlen und dann auch noch mehr tragen?

Details

Hierzu fange ich mal ganz von vorne an. Der Optimus Vega ist ein Dreibeinkocher mit sehr tiefem Schwerpunkt. Der Topf steht, je nach seiner Größe, ca. 6,2-7,3cm über dem Boden. Die griffige Topfauflage erhebt sich nach außen hin um 1,1cm, das sorgt für einen sicheren Stand des Topfes. Die weit auseinanderliegenden Füße und der tiefe Schwerpunkt machen den Kocher äußerst kippstabil.
Durch die Auslagerung der Kartusche hat man überdies weitere Vorteile. Der Vega besitzt eine Vorheizschlaufe und bietet die Möglichkeit im Flüssiggasbetrieb betrieben zu werden. Beides ist für einen Betrieb bei tiefen Temperaturen und/oder großen Höhen wichtig. Meinen alten Aufschraubkocher konnte ich schon bei ca. 2°C nicht mehr gebrauchen, dieser hier verspricht anderes. Zum Flüssiggasbetrieb werden einfach die Drahtstandbügel am Regler ausgeklappt, die aufgeschraubte Kartusche auf den Kopf gestellt… und fertig.

Schön: Der Brennerkopf ist recht groß, dessen Flamme etwas weiter gefächert und nicht nur auf einen kleinen Punkt konzentriert.
Schön zwo: Optimus liefert einen Windschutz mit, der für wesentlich kürzere Kochzeiten sorgen kann.
In Ordnung: Zusammengelegt erhält man ordentliches Packmaß von groben 13 x 7,3 x 5,5cm.

Praxis

Die Edelrid Gaskartusche musste ich schon etwas stramm festziehen, damit der Kocher sein Gas von ihr erhielt. Gas an, Feuerzeug an, Flamme da. Eine Piezozündung gibt es nicht. Der Kocher arbeitet auch im Vollgasbetrieb angenehm leise. Gefühlt, aber nicht nachgemessen, bringt der Kocher das Wasser verhältnismäßig schnell zum Kochen, lässt sich aber bei Bedarf auch fein regulieren. In beiden Punkten lässt er sich aber nicht mit meinem MSR Reactor oder dem Muka Stove vergleichen. Die sind wesentlich schneller, kennen aber leider auch nur zwei Betriebsstufen: Düsentriebwerk und Rakete. Hingegen ist der Vega sehr fein zu regulieren, auch wenn es bei ihm bauartbedingt stets einen kurzen Moment dauert, bis der Regulierungswunsch vom Kocher auch tatsächlich in die Tat umgesetzt wird. Im Betrieb kann der Vega sehr überzeugen, wenngleich ich ihn noch nicht in Eis und Schnee testen konnte.

Einen Bonus erhält der Vega für seine gute Verarbeitung und solide Bauweise. Alles wirkt langlebig und robust, kein Vergleich mit so manch anderem Kocher auf dem Markt. Auch größere und schwerere Töpfe stellen für den Vega kein Problem dar, so für 3-4 Leute kann man ihn sehr gut gebrauchen.

Fazit

Wer einen soliden und für die meisten Einsatzzwecke geeigneten Gaskocher sucht, der sollte sich den Vega genauer anschauen. Ultraleicht ist er nicht, hängt aber die meisten Kocher seiner Bauartklasse locker ab. Verbesserungswünsche habe ich keine und so bleibt mir nicht anderes übrig: der Kocher ist…

Und mein Prädikat

Sehr empfehlenswert

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