Rumänien 2010 – Teil 3 – 22. & 23.7.2010

Der Anstieg ist (leider) schon vorbei.

22.7.
Bevor wir uns den Anstieg des Tages gönnten, gönnten wir uns lieber nochmal ein anderes schönes Ereignis und fuhren zu den Füßen des „Amfiteatrul Boga“. Von oben muss man einen herrlichen Ausblick haben, von unten, naja, mit den Rädern kommt man wohl nicht so ganz dorthin, wo wir hinwollten. Immerhin erblickten wir einen schönen Wasserfall und ich duschte dort mal auf die Schnelle meinen Kopf. …wurde dann aber tückischer- und hinterlistigerweise ganz druntergeschuppst, was mir nicht nur den Atem nahm, sondern auch meine Radhose einweichte. Puuh, ich hatte eine in Reserve dabei.
Schließlich mussten wir uns von diesem Ort losreißen und den Pass dann doch beginnen – nach einer Eispause nach sehr wenigen Höhenmetern. Die Straße wird gerade Asphaltiert, zumindest sind die Schuffter sehr am Bauen. Die Hochfahrt ist in Ordnung, nicht so wahnsinnig anstrengend, aber der Boden ist recht lehmig und auf einem steinharten Untergrund befindet sich eine mehr oder weniger dünne, schmierige Schicht, die das Fahren, gerade bei Regen (und denn hatten wir mal wieder eine halbe Stunde lang), nicht unbedingt angenehmer gestaltet.
Jut, jut, irgendwann haben wir es alle geschafft, der Berg ist Weiterlesen

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Rumänien 2010 – Teil 2 – 20. & 21.7.2010

Los gehts!

Endlich gehts los!

Am 20.7. nun der Aufbruch von „Inne Feldern“. Über Santana, Pancota, Selaus und Sicula erreichten wir die „79A“, die wir bis Barsa nach Osten fuhren. —Einschub, Einschub: der geneigte Leser wirs feststellen, dass ich zwar meist die rumänischen Namen verwende, nicht aber die rumänischen Sonderzeichen. Weiter, weiter— Die Temperaturen waren vorerst noch enorm schweißtreibend, die Luft noch immer ungewohnt feucht. Zumindest Punkt eins änderte sich, je näher wir an die Westkarpaten heranfuhren. Es wurde nicht nur immer hügeliger, sondern auch immer bedeckter und kühler. Plötzlich ein Wolkenbruch. Wir verkriechen uns unter der Eva (wie, die kennst du nicht?) und freuen uns, als das schlechte Wetter weiterzieht.
In Barsa verlassen wir die Hauptstraße und versuchen Vascau über eine Nebenstrecke zu erreichen. So „neben“ ist die Strecke denn aber doch nicht, wir befinden und plötzlich in einem touristisch recht gut erschlossenem Gebiet. Nach 100Km Tagestour finden wir zufällig einen Campingplatz (ich glaube in Moneasa) und bleiben die Nacht dort. An und für sich ist es mir recht egal, ob ich nun irgendwo in den Büschen oder auf einem C’platz nächtige, allerdings mag ich nach einem Tag auf dem Rad durchaus eine Dusche und den beiden anderen dachten kaum anders. Hierin liegt der Grund, warum wir uns, trotz anderweitiger Planung, dann doch häufig auf bezahlten Plätzen niederließen. Mancher Orts, hier z.B., ist die Dusche aber auch eine ganz neue Erfahrung und Herausforderung. Das Wasser war immerhin lauwarm und kam mit dem Druck, den ein Wasserstrahl nunmal entwickelt, wenn sich das Wasserbehältnis direkt über einem befindet. Der eingebaute Druckminderer tat sein übriges uns eine prächtige Dusche zu verwehren: Das Wasser kam mal hier und mal dort aus dem Schlauch heraus und so war es geschickter nicht den Duschkopf, sondern den Weiterlesen

Rumänien 2010 – Teil 1 – 18. & 19.7.2010

Martin und ich sind noch in Frankfurt und holen Magda gleich aus Stuttgart ab.

Die Ankunft… in Wien

Nach langer Wartezeit geht es nun endlich wieder los. Wir schreiben den 18.07.2010 und sitzen in einem Zug nach Wien, das eigentlich Ziel: die rumänische Grenze.
Das habe ich auch bei meiner letzten Rumänientour 2007 so gemacht: nur eine Fahrkahrte nach Budapest gekauft, Wien als Zwischenstation, weil der direkte Zug keine Räder mitnehmen wollte. Auch diesmal wollte ich, wollten wir die Fahrt stückeln, einfach auch weil der Zugticketkauf von Deutschland aus häufig unverhältnismäßig teuer ist. Die Zugfahrt von Cheb (cz) nach Kosice (sk) z.B. kostet im Schlafwagen und mit Rad rund 55€, wenn man sie direkt im Land bucht. Mit etwas Glück gibt es noch freie Angebotsplätze, dann fährt man im 6er Schlafwagenabteil inkl. Rad für 19€. Löst man ein identisches Ticket von Deutschland aus, so sind rund 110-120€ zu berappen.

In Wien wollten wir uns eigentlich nur einen wenige stunden währenden Aufenthalt gestatten, dass es etwas länger wurde, immerhin eine Übernachtung mit anschließender Zeit zum guten Stadtbummel, ist meiner spontanen Unfähigkeit zu verdanken, Fahrpläne zu lesen. Aber es hatte auch was gutes. So sind wir nämlich an eine sehr nette und hilfsbereite Ticketverkäuferin der Österreichischen Bahn geraten. Probleme bekommt der wehrte Radreisende nämlich, sollte er versuchen die Grenze zu Rumänien mit dem Rad im Zug zu überqueren. Das war in 2007 nicht möglich und scheint es jetzt noch immer nicht zu sein – trotz damals (07/2010) anderslautender Weiterlesen

Projekt 2010 – Teil 2 – 09.01.2010

Noch immer keinen Plan?

Urlaubsplanungstagebuchproijektrumänienzweitausendundzehn
– Teil 2 –

Kaum einer Vorbereitung bedarf es in unserem oder speziell in meinem Fall für die Ausrüstung: hier ist alles mindestens einfach vorhanden, bei vielen Sachen kann ich sogar auswählen was mitkommt. Größere Priorität hat da schon die Wahl der Strecke. Klar, wir könnten auch spontan sein und jeden Urlaubstag erneut planen wo es denn nun wieder langgehen soll. Das geht natürlich, ist aber wenig sinnvoll wenn man nur einen begrenzten zeitlichen Rahmen zur Verfügung hat – und das ist ja leider fast immer der Fall. Eine solche Planung nimmt mir auch den Überblick über das Ganze. Will heißen: ich möchte gern einen Überblick über die Orte haben, die ich sehen möchte. An ihnen richte ich meine Strecke aus.
Den Ausgang und die Etappen meiner Tour geben also die Sehenswürdigkeiten (Landschaften, Städte etc.) vor. Nach ihnen richte ich den zu fahrenden Weg aus. Nun beginne ich mit einer Umkreissuche: was gibt es in der Nähe des Weges tolles zu sehen, wo lohnt das Vorbeifahren? Ich suche also neue Sehenswürdigkeiten und richte meine Strecke wieder nach ihnen aus.
Im Laufe der Zeit kann sich die zu fahrende Strecke somit teils recht dramatisch ändern. Neue Sehenswürdigkeiten verdrängen die vorher gefundenen weil sie als sehenswerter angesehen werden. Aus der neuen Strecke können sich wieder andere Sehenswürdigkeiten ergeben uswusw. Kann man sich ganz gut vorstellen, oder? Klasse zum Planen der Strecke ist das Programm „google Earth“. Der Weg lässt sich hier prima einzeichnen, bestimmte Orte (z.B. Sehenswürdigkeiten oder Campingplätze) markieren und kategorisieren und anhand der dort zur Verfügung gestellten Fotos kann man vieles von Interesse entdecken! Einfach ausprobieren, es lohnt sich wirklich und macht sogar richtig Spaß.

Im Endeffekt bleiben die geplanten Sehenswürdigkeiten häufig aber einfach nur Anfahrpunkte. Sehr schöne Anfahrpunkte selbstredend, für mich steht aber die Tour an sich im Vordergrund: die Geräusche und Gerüche, der Fahrtwind, die Sterne in der Nacht. Weiterlesen

Projekt 2010 – Teil 1 – 08.01.2010

Wo gehts lang?

Urlaubsplanungstagebuchproijektrumänienzweitausendundzehn
– Teil 1 –

Heute ist Dienstag und nebenbei sogar der 5. Tag des Jahres 2010. Und gerade ist mir ein Gedanke gekommen. Ursprünglich gedachte ich eine Anleitung: „Wie plane ich eine Radtour“ zu schreiben. In erster Linie wäre diese natürlich für Anfänger interessant, vielleicht hätte aber auch der eine oder andere erfahrene Tourer noch Ideen für diese schöne Beschäftigung bekommen… oder er hätte, hoffentlich, einfach Spaß am Lesen gehabt. Kurzum, den Gedanken habe ich verworfen. Mein neuer Plan: ich lasse euch einfach an meinen persönlichen Urlaubsplanungen für meinen nächsten großen Urlaub Teil haben und verfasse nun in unregelmäßigen Abständen meinen Urlaubsplanungstagebuchproijektrumänienzweitausendundzehn.

Mist ist das! Wäre mir der Gedanke ein viertel Jahr früher gekommen, hättet ihr von Anfang an dabei sein können. Aber jetzt muss es auch so gehen.
Die letzten Jahre verlaufen urlaubsmäßig in groben Zügen so: ein Monat Radurlaub, zwei Monate in den Erinnerungen schwelgen, neun Monate Planung, Vorbereitung und vor allem Vorfreude! Natürlich, meine Radreisen brauchen kein ¾ Jahr vorbereitet zu werden, aber bei mir ist das einfach ein Resultat massiver Vorfreude.

Was bislang geschah…
Nachdem ihr nun also schon einen Teil meiner Vorbereitung versäumt habt, wird sich mein Urlaubsplanungstagebuchproijektrumänienzweitausendundzehn zunächst dieser ersten, der verpassten Phase widmen.
Der Rahmen der Tour
Hey, es wird wieder ein Radurlaub. Daran bestand nie ein Zweifel! Wie bestreite ich ihn? Allein? Nee, das darf ich nicht. Meine Weiterlesen