Rumänien 2010 – Teil 2 – 20. & 21.7.2010

Los gehts!

Endlich gehts los!

Am 20.7. nun der Aufbruch von „Inne Feldern“. Über Santana, Pancota, Selaus und Sicula erreichten wir die „79A“, die wir bis Barsa nach Osten fuhren. —Einschub, Einschub: der geneigte Leser wirs feststellen, dass ich zwar meist die rumänischen Namen verwende, nicht aber die rumänischen Sonderzeichen. Weiter, weiter— Die Temperaturen waren vorerst noch enorm schweißtreibend, die Luft noch immer ungewohnt feucht. Zumindest Punkt eins änderte sich, je näher wir an die Westkarpaten heranfuhren. Es wurde nicht nur immer hügeliger, sondern auch immer bedeckter und kühler. Plötzlich ein Wolkenbruch. Wir verkriechen uns unter der Eva (wie, die kennst du nicht?) und freuen uns, als das schlechte Wetter weiterzieht.
In Barsa verlassen wir die Hauptstraße und versuchen Vascau über eine Nebenstrecke zu erreichen. So „neben“ ist die Strecke denn aber doch nicht, wir befinden und plötzlich in einem touristisch recht gut erschlossenem Gebiet. Nach 100Km Tagestour finden wir zufällig einen Campingplatz (ich glaube in Moneasa) und bleiben die Nacht dort. An und für sich ist es mir recht egal, ob ich nun irgendwo in den Büschen oder auf einem C’platz nächtige, allerdings mag ich nach einem Tag auf dem Rad durchaus eine Dusche und den beiden anderen dachten kaum anders. Hierin liegt der Grund, warum wir uns, trotz anderweitiger Planung, dann doch häufig auf bezahlten Plätzen niederließen. Mancher Orts, hier z.B., ist die Dusche aber auch eine ganz neue Erfahrung und Herausforderung. Das Wasser war immerhin lauwarm und kam mit dem Druck, den ein Wasserstrahl nunmal entwickelt, wenn sich das Wasserbehältnis direkt über einem befindet. Der eingebaute Druckminderer tat sein übriges uns eine prächtige Dusche zu verwehren: Das Wasser kam mal hier und mal dort aus dem Schlauch heraus und so war es geschickter nicht den Duschkopf, sondern den Weiterlesen

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Rumänien 2010 – Teil 1 – 18. & 19.7.2010

Martin und ich sind noch in Frankfurt und holen Magda gleich aus Stuttgart ab.

Die Ankunft… in Wien

Nach langer Wartezeit geht es nun endlich wieder los. Wir schreiben den 18.07.2010 und sitzen in einem Zug nach Wien, das eigentlich Ziel: die rumänische Grenze.
Das habe ich auch bei meiner letzten Rumänientour 2007 so gemacht: nur eine Fahrkahrte nach Budapest gekauft, Wien als Zwischenstation, weil der direkte Zug keine Räder mitnehmen wollte. Auch diesmal wollte ich, wollten wir die Fahrt stückeln, einfach auch weil der Zugticketkauf von Deutschland aus häufig unverhältnismäßig teuer ist. Die Zugfahrt von Cheb (cz) nach Kosice (sk) z.B. kostet im Schlafwagen und mit Rad rund 55€, wenn man sie direkt im Land bucht. Mit etwas Glück gibt es noch freie Angebotsplätze, dann fährt man im 6er Schlafwagenabteil inkl. Rad für 19€. Löst man ein identisches Ticket von Deutschland aus, so sind rund 110-120€ zu berappen.

In Wien wollten wir uns eigentlich nur einen wenige stunden währenden Aufenthalt gestatten, dass es etwas länger wurde, immerhin eine Übernachtung mit anschließender Zeit zum guten Stadtbummel, ist meiner spontanen Unfähigkeit zu verdanken, Fahrpläne zu lesen. Aber es hatte auch was gutes. So sind wir nämlich an eine sehr nette und hilfsbereite Ticketverkäuferin der Österreichischen Bahn geraten. Probleme bekommt der wehrte Radreisende nämlich, sollte er versuchen die Grenze zu Rumänien mit dem Rad im Zug zu überqueren. Das war in 2007 nicht möglich und scheint es jetzt noch immer nicht zu sein – trotz damals (07/2010) anderslautender Weiterlesen