Test: Marmot Tempo Jacket

Marmot Tempo Softshell

Marmot Tempo Jacket

Gute 3-Jahreszeiten Softshell

Mit der Tempo läutet Marmot einen neuen Ultraleichttrend ein. Trekking ohne Rucksack. Das Gepäck? Das verstaut man einfach in den beiden Fronttaschen und freut sich das Rucksackgewicht gespart zu haben. Was? Quatsch!

Details

Aber in der Tat sind die Taschen der Tempo riesig und wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt mal ausprobieren, was da alles reinpasst. Das Shangri-La 3? Ja, kein Problem und in die andere Tasche passt auch dessen Aufstellstange rein – und auch dann ist nach oben noch Luft. Bei Größe „L“ sind die Taschen ganze ~60cm hoch.

Das wars aber auch mit den ungewöhnlichen Details der Jacke, ansonsten kommt sie erst einmal ziemlich herkömmlich daher. Kurz gesagt handelt es sich bei ihr um eine relativ günstige und einfache Sommersoftshell ohne Kapuze aus Marmots M3 Material.

Einige Details finde ich noch erwähnenswert. Quasi Standard ist die (hier) einhändig bedienbare und nur einseitige Bundverstellung am unteren Saum. Zwei Versteller mag ich lieber, denn dann sitzt die Jacke besser wenn man sie zusammenschnürt.
Die seitlichen Taschenreißverschlüsse sind versteckt und sauber in die Naht integriert, was sehr chic ausschaut. Ebenso nett ist die Brusttasche, denn auch sie ist ziemlich groß, ihr Reißverschluss transparent und der Zipper sitzt außerdem in einer kleinen Garage. Musikliebhaber werden sich über den Kopfhörerkabeldurchgang auf der Innenseite der Brusttasche (einfach ein kleines, umsäumtes Loch) freuen. Der Marmotschriftzug an der Brust, sowie deren Emblem am Ärmel sind reflektierend.

Das Gewicht beträgt 510 Gramm (nachgewogen bei Gr. „L“; laut Hersteller sind es 454g für eine „M“).

Praxis

Zuerst einmal der für mich entscheidende Punkt: Weiterlesen

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Test: Marmot Nyx 2P

Marmot Nyx 2P

Marmot Nyx 2P

Marmot Nyx 2P

Als ich das Marmot Nyx 2P entdeckte, konnte ich nicht wiederstehen. Die Marmotzelte wecken bei mir einfach zu viele Emotionen und zu viele schöne Erinnerungen an Rumänien, um sie ganz aus meiner Zeltsammlung zu streichen. Gewiss, mein damaliges EOS 2P hatte so einige konstruktive Macken, aber irgendwie hats mir trotzdem gut gefallen. Mein zweites und bis dahin letztes Marmot war das Twilight 2P. Tja, was soll ich sagen? Das Zelt war für mich doch eine herbe Enttäuschung. Ein Globetrottermitarbeiter meinte zwar, dass sich das Zelt bei ihnen echt gut verkaufe, aber mir haben weder das billig wirkende Material, noch das beengende Raumgefühl noch… mir haben viele Sachen an dem Zelt nicht gefallen und über einen Probeaufbau ist es bei mir nicht hinausgekommen. Ging gar nicht.

Materialien & Konstruktion

Im Gegensatz zum Twilight besitzt das Nyx ein höherwertiges Außenzeltgewebe aus 40D Ripstop-Nylon mit einer Silikonisierung außen und einer innenliegenden PU-Beschichtung. Das Gestänge ist ein gutes, 9mm starkes DAC Featherlight. Im Innenzelt wurde (leider?) sehr viel Moskitonetz verbaut, was auf der einen Seite für ein angenehmes Klima sorgt, bei schlechtem, kaltem und/oder windigem Wetter aber recht unangenehm werden kann. Der Boden besteht aus Weiterlesen

Test: Marmot Twilight 2P

Klasse: Klippse und hochwertiges Gestänge.

Marmot Twilight 2P

Für unseren Sommerurlaub, wir werden 6 Wochen mit dem Rad durch Rumänien touren, plante ich den Kauf eines freistehenden Zeltes. Die übrigen Anforderungen waren recht klar: zwei Apside, das möglichst luftige Innenzelt sollte zuerst aufgebaut werden können, Gewicht und Packmaß sollten gering, bzw. klein sein. Bei diesem Anforderungsprofil bleiben eine ganze Reihe Zelte über. Am Ende ist es das Marmot Twilight 2P geworden, es schien meine Wünsche prima abzudecken. Für zwei Personen bietet das Innenzelt eine geräumige Breite (Grundfläche) und erfüllt auch sonst alle gewünschten Anforderungen. Zudem weckt ein orangefarbenes Marmot-Zelt nunmal einfach schöne Erinnerungen an meinen letzten Rumänienurlaub. Da zudem auch der Preis gestimmt hat und für 219€ sogar ein Footprint zum Lieferumfang gehört, war die Entscheidung gefallen. Zusammen mit meiner Therm-a-Rest NeoAir hatte ich es mir bei den Bergfreunden bestellt und ruckizucki traf beides bei mir ein.
Für einen Testaufbau räumte ich kurzerhand mein Zimmer um, eigentlich lag ich nämlich mit Fieber im Bett, und konnte es kaum erwarten Weiterlesen

Zeltratgeber Teil 5: …und übrigens!

 

[Der ganze Rest]

Kleinigkeiten mit großer Wirkung

Es sind die großen Sachen, die aus einem Zelt ein gutes Zelt machen: Wetterstabilität, Platzangebot, Haltbarkeit etc. Nebenbei kann ein Zelt aber auch verschiedene Kleinigkeiten aufweisen, die das Leben in ihm angenehmer machen

[Praktisches Zubehör]

Das Zelt wird ausgepackt. Welches Zubehör ist dabei? Ein Ersatzsegment fürs Gestänge? Nein, das ist auch wirklich selten. Aber immerhin eine Reparaturhülse für selbiges ist? Dazu noch (farblich passende) Flicken für jeden verwendeten Zeltstoff? Eine Anleitung für den Aufbau und die Pflege? Nahtdichter? Ausreichend Abspannleinen und ordentliche Heringe? Ersatzschlitten für die Reißverschlüsse? Ersatzschnallen? Nur wenige Hersteller liefern solch umfangreiches Zubehör mit.Standardheringe, Leinen und eine Anleitung sind das absolute Minimum und ich habe, meine ich, noch nie gehört, dass das nicht mitgeliefert wurde. Flicken und eine Reparaturhülse sollten durchaus sein. Ein darüberhinausgehender Lieferumfang ist klasse. Am Ende ist fehlendes oder schlechtes Zubehör aber eher ärgerlich als ein Grund ein liebgewonnenes Zelt nicht zu kaufen. Zubehör gibt’s immerhin reichlich am Markt und kann für recht wenig Geld extra erworben werden.
Das Zelt wird wieder eingepackt. Passt es in den Aufbewahrungsbeutel? Von früher und von billigen Zelten kenne ich es: der Zeltsack ist viel zu Weiterlesen

Zeltratgeber Teil 4: Von lütten Dingern und fetten Brocken

EOS 2P & Micra: fast identische Maße, das Micra besitzt aber das wesentlich bessere Raumgefühl. Das EOS ist nur solo zu empfehlen.

[Maße & Gewicht]

  • Innenzeltlänge
    Große Apsiden sind toll, ein geräumiges Innenzelt aber auch. Wie groß dies sein soll hängt natürlich in erster Linie vom Geschmack der Bewohner ab – und natürlich auch von deren Anzahl und Körpervolumen. Die meisten Zelte haben eine Innenzeltlänge von 200-230cm. 210-220cm sind wohl die häufigsten Werte. Da die Hersteller aber nicht dumm sind, geben sie die Innenzeltlänge direkt am Boden an. Sinnvoller wäre aber sie z.B. in 30cm Höhe zu erheben, da zumindest ich nicht einfach nur ein Strich, bzw. eine Fläche bin, sondern auch beim Liegen durchaus eine gewisse Höhe aufweise. Verlaufen die Zeltwände nun nicht senkrecht zum Boden, so hat man in 30cm Höhe teilweise schon ordentlich weniger Platz. Unangenehm natürlich für große Leute oder solche mit dickem (Winter-)Schlafsack. Die stoßen einfach an. Eine Empfehlung für die nötige Länge erspare ich mir, das ist individuell zu unterschiedlich und sollte in jedem Fall mit der verwendeten Isomatte und dem Schlafsack ausprobiert werden. Lange Solocamper können sich in ein relativ kurzes Zelt auch schräg legen. Zu zweit… naja, nicht immer.
  • Innenzeltbreite
    Ähnlich individuell verhält es sich mit der Innenzeltbreite. Viele Hersteller nehmen als Maß für die empfohlene Personenzahl einfach die Zeltbreite und teilen sie durch eine gewöhnliche Isomattenbreite. Ein 170cm breites Zelt passt Weiterlesen

Marmot EOS 2P

Marmot EOS 2P

Marmot EOS 2P

Ja gut, alles klar, ich geben es zu: Das Marmot EOS 2P ist bei Marmot nicht mehr in Angebot. Trotzdem schreibe ich meinen Senf dazu. Und vielleicht findet es ja noch jemand gebraucht und mag meine Erfahrungen drüber lesen? Ansonsten, die (noch) kleinere Variante des Zeltes gibt es noch zu kaufen.

Ein Bisschen drumherum
Das EOS 2P ist schon ein etwas merkwürdiges Zelt. Nun, zumindest die Gestängeführung ist eigenartig und bietet viel Diskussionsstoff für die Zeltnachbarn. Dabei gleicht die Gestängeführung vielen anderen Zelten (z.B. dem MSR Hubba, Salewa Ultima etc.). Sie zu beschreiben ist etwas umständlich und so verweise ich auf die zahlreichen, sich in diesem Artikel befindlichen Bilder. Während viele andere Hersteller mit einer simplen Firststange für Kopffreiheit sorgen, ging Marmot mit diesem Zelt einen anderen Weg und konstruierte ein Oval für den Zelthimmel. Nicht schlecht die Idee, da sie für eine ordentliche Kopffreiheit sorgt.
Möchte man auf einem Campingplatz lieber für sich allein bleiben ist das Zelt nicht unbedingt die richtige Wahl. Allein durch das (recht komplizierte) Zusammenstecken des Gestänges erweckt man die Aufmerksamkeit der nahestehenden Personen: „He, hast du denn einen Fernseher dabei?“ war kein seltener Spruch. Wie angesprochen ist das Zusammenstecken des Gestänges, oder vielmehr des Ovals, eine etwas fummelige Angelegenheit. Das Oval steht Weiterlesen