Rumänien 2007 – 31.

27.8.

11 Stunden geschlafen!
Um etwa 12 Uhr komme ich los und fahre zügig durch. Das Wetter ist optimal und die Strecke ordentlich. Direkt in Cluj (sprich: Kluusch) ging es 400 Hm bergan, teils recht steil. Da hatte ich an diesem Tag keine große Lust drauf, bin aber denn doch irgendwann oben angekommen. Mitten in der Stadt (schon an diesem Berg) hat mitten auf einer Spur dieser zweispurigen Straße ein Kanaldeckel gefehlt. Erfindungsreich wie die Rumänen sind, haben sie einfach einen Tannenbaum in das Loch gesteckt. Ohje… aber das sieht man hier häufiger.
Den Berg geht’s hoch, aber dann auch wieder runter. Also setze ich mich in den Windschatten eines LKWs und ein weiterer LKW fährt in meinem Windschatten mit 😉 65Km/h fahren wir, leider kann ich den LKW auf dieser Strecke nicht überholen. Weiterlesen

Rumänien 2007 – 29./30.

25.8.

Vor dem Losfahren habe ich eingekauft und die 1,5 Liter Kakao erstmal weggepumpt – den ersten halben Liter direkt vor dem Laden. Außerdem zum Frühstück: zwei trockene Brote.
Wie ich so bin, packe ich gemächlich meine sieben Sachen und düse dann los. Die 70 Kilometer bis Oradeo fahre ich mit einem 26er Schnitt und auch die weitere Strecke fahre ich mit Druck. Warum ich schon wieder nach Oradea fahre? Nun, Sonja habe ich ja nur bis zum Debrecener Bahnhof begleitet, ich selbst muss nach Cund, in das Herz Transsylvaniens reisen, um dort für das nächste halbe Jahr zu arbeiten. Und dieser Weg bringt mich direkt über Oradea & Huedin nach Gilau. Dorthin also, wo wir kurz zuvor schon wahren – aber nun in die Gegenrichtung der alten Strecke. Und etwas schneller 😉
Und wo wir gerade bei schnell sind: Weiterlesen

Rumänien 2007 – 28.

24.8.

In aller Herrgottsfrühe bringe ich Sonja zum Bahnhof und fahre zurück auf den Campingplatz, um nochmal eine Stunde zu schlafen. Anschließend erkunde ich Debrecen. Oooh, das lohnt sich. Die zweitgrößte Stadt Ungarns ist eine wahre Augenweide und ein paar Bilder könnt ihr euch unten anschauen.

Ungarn unterscheidet sich von Rumänien doch sehr stark – soweit ich das beurteilen kann, denn Ungarn kenne ich kaum. Die Straßen sind großteils in einem sehr guten Zustand und viel Geld wurde in die Sanierung der Städte und Dörfer gesteckt. Die Ungarn, so habe ich gelesen, sind das meistverschuldete Volk in Europa. Das glaube ich leider gern. Für mich bringt die Tatsache aber angenehme Vorteile mit sich: das Internetcafe in dem ich meine Angelegenheite kläre und meine geschossenen Fotos auf DVD brennen lasse ist klimatisiert (bei 39°C im Schatten durchaus angenehm), modern ausgestattet und sehr schön gestaltet. Ungarn hat für mich nebenbei auch noch eine ganz andere Überraschung für mich parrat. Weiterlesen

Rumänien 2007 – 27.

23.8.

Heute ist unser vorerst letzter gemeinsamer Tourentag. Bis Debrecen, von wo aus Sonja wieder nach Wien zurückfahren wird, sind es rund 100Km. Die Strecke an sich ist nicht sonderlich ereignisreich. Es wird flacher und flacher und so langsam kommen wir in die Puszta. Das Highlight des Tages ist sicher die Stadt Oradea mit seinen imposanten Jugendstilbauten. Im Vulturul Negru (Schwarzen Adler), einer sehr schönen, für heutige Verhältnisse aber kleinen Einkaufspassage, gönnen wir uns eine kleine Stärkung. Dann geht es weiter, hinein nach Ungarn und in die Erdőspuszta, ein Waldgebiet der Puszta.

Mein Tacho zeigt mir kontinuierlich 45°C an, aber trotz der relativ zügigen Fahrt ist auf meiner Haut kein Schweiß zu sehen.

Nicht viel zu berichten heute, was? Sonderlich viele Bilder hab ich auch nicht gemacht. Naja, Zeit um sich meinen restlichen Blog genauer anzuschauen. 😉

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Rumänien 2007 – 26.

22.8.

Sonja hat es eilig wieder nach Hause zu kommen. Nicht weil sie die Fahrt nicht genießt, sondern weil sie einfach ein paar Termine hat, die sie nicht verpassen sollte. Also geben wir Gas, sofern das mit ihr möglich ist *fg*, und legen mal etwas mehr Kilometer als die letzten Tage zurück: am Ende werden es 100,5 Km sein. Ein paar Anstiege sind zwar dabei, aber dennoch werden es trotz des meist sanften Gefälles nicht mehr Kilometer werden.
Sonderlich schön ist das Fahren hier nichtmehr, wir befinden uns auf der E60 und die ist schließlich sehr ordentlich befahren. Allein macht mir das weniger aus, da trage ich dann meine Kopfhörer und höre Musik oder ein Hörspiel/-buch. Zu zweit ist es jedoch nicht der bringer. Wir fahren hintereinander und können uns kaum unterhalten. Die Straße wird stellenweise auch arg schmal, was das Radfahren nicht ungefährlicher oder angenehmer macht.

So durchqueren wir Huedin und alsbald wird es wieder ein bisschen hügeliger. Aber nicht für lange. Hinter Alesd schlafen wir zwischen Maisfeldern und Obstbäumen. Irgendjemand wirft in der Nacht einen Maiskolben an unser Zelt. Liebe Güte, was kann man da einen Schrecken bekommen! Weiterlesen

Rumänien 2007 – 25.

21.8.

Bei dem Versuch einen Teil der E60 bei Gilau zu umfahren, versuchten wir uns mit einer Abkürzung über Stolna und Somescu Rece. Aber wie so häufig halten Abkürzungen nur auf und in unserem Fall musste wir irgendwann mitten im Wald wieder umkehren, weil absolut keine sichere Orientierung mehr möglich war. Die Straße auf der Karte wurde auch sehr plötzlich klitzeklein und erschien dann doch eher als Wanderweg. Trotzdem haben wir die Abkü… Verlängerung nicht bereut. Der Weg war wunderschön, führte uns über einen sandigen Feldweg und durch einen Bach, welcher die „Straße“ mehrfach kreuzte. Schließlich verschwand er (mit uns) in einem Wald und entwickelte sich zu einem nassen, 16% steilen und sehr lehmigen Pfad. Am Ende verschwand dieser mehr oder weniger und wir kehrten um. Juhuu, eine schöne Abfahrt 😉

Der Tag war heiß und sehr schwül und das Fahren heute durchaus anstrengend. Am Ende kamen wir nicht sonderlich weit und haben einige Kilometer westlich von Gilau, einige Hundert Meter abseits der Hauptstraße übernachtet. In unserer Nähe eine Schafherde mit allem drum und dran. Weiterlesen

Rumänien 2007 – 24.

20.08.

Auch heute sind wir wieder dem Aries gefolgt. Aaah, das war mal wieder fein! Aber vorher hatten wir noch ein gemütliches Frühstück direkt an einem Hang mit Blick auf eine Bergkette und eben der Aries. Der geneigte Leser mag mir übrigens verzeihen, dass ich die rumänischen Namen und Begriffe selten mit Sonderzeichen schreibe und diese durch die in Deutschland gebräuchlichen Buchstaben ersetze.
Die Strecke war wenig anstrengend, auf 84 Km hatten wir nur 341 Höhenmeter zurückzulegen. Und so kullerten wir die Straße entlang, vorbei am Kloster Lupsa, schönen Bergen und Tälern. Nett war der kleine Wasserfall, von dem etwas Wasser über den Fluss auf unsere Seite geleitet wurde. Gutes Wasser… aah, und so schön kühl. Passt bei über 40°C. Noch einige Zeit sind wir der Aries gefolgt, schließlich aber vor Buru Richtung Norden abgebogen. Donnerwetter, das war eine Straße! Irgendwo wurde wohl gebaut oder etwas abgebaut, jedenfalls donnerten annähernd minütlich (und da über treibe ich nicht) Kipplader an uns vorbei. Trotz der schönen Landschaft war es kein erholsames Fahren. Mit dazu beigetragen hat auch die miserable Straßenqualität. Insgesamt, von kurzen Ausnahmen auf anderen Straßen mal abgesehen, war das die mieseste überhaupt. Der Teer hat ein einigen Stellen einfach gefehlt, war aufgebrochen, wellig, von Schlaglöchern und Huppeln übersäht und das lange Zeit überall. Weiterlesen