Test: Berghaus Storm Overtrousers

Berghaus Storm Overtrousers

Wer auch bei Wind und Wetter mit dem Rad oder Rucksack unterwegs ist, für den bietet sich dringend der Kauf einer Regenhose an.  Aber welche? Membran, Beschichtung, Hersteller – zu welcher/welchem sollte man greifen? Und nicht unwesentlich: wie tief ist der Griff in die Tasche?

Ziemlich unbedarft kaufte ich mir einst eine Tilak mit Gore-Tex Paclite. Kleidungsstücke mit dieser Membran sollten sich vor allem auch durch ihr geringes Gewicht auszeichnen, das erkauft man sich aber mit einer wesentlich geringeren Haltbarkeit, sofern man das Material stark belastet. Schwere Rucksäcke oder Trekkingstiefel mit Metallösen sind bald zuviel für das Material und auch als Radhose würde ich mich für etwas robusteres entscheiden – nämlich was schönes 3-lagiges. Paclite wird gern als 2,5-lagig beschrieben. Das entspricht dem Oberstoff, der Membran und einer Beschichtung der Membran. Letztere ist die halbe Lage. 2 Lagen erhält man, wenn das Kleidungsstück aus Oberstoff, Membran und einem lockeren Wirkstoff (als Schutz für die Membran) besteht. Die 3. Lage einer 3-lagigen Klamotte bezieht sich auf die feste Verbindung von Oberstoff, Membran und Schutzstoff. Das ist die robusteste Variante, häufig sind entsprechende Stoffe aber auch steifer als andere.
Eine meist günstigere Alternative zu den Membranen sind Beschichtungen. Diese müsse nicht schlecht sein, aber meines Erachtens funktionieren gute Membrane einfach besser. Und robuster sind sie idR. auch.

Kurz: sofern es der Geldbeutel zulässt und ich nicht zwingend ultraleicht unterwegs sein will, halte ich eine solide, 3-lagige Hose für die sinnvollste Anschaffung. Entsprechend war ich mit der Tilak nicht so ganz glücklich, da ich sie mir nicht durchs Radfahren am Hintern durchscheuern wollte. Im Gegenzug war ein ODSler mit seiner Berghaus Storm Overtrousers nicht so ganz zufrieden, weiß auch nicht mehr warum. Meine Tilak war praktisch neu, seine ebenso – also tauschten wir kurzerhand und wurden beide glücklich. Ich leider nur zu ¾, denn für mich war die Berghaus en wenig zu kurz – aber zu Fuß gings, mit dem Rad ist das in Kombination mit Überschuhen egal.

So, nach diesem langen vorgeplänkel komme ich nun endlich mal auf das wesentliche zu sprechen.

Konstruktion & Passform

Bei der Berghaus Storm Overtrousers handelt es sich um eine 3-lagige Gore-Tex Performance Shell Hose mit einem hochelastischen Bund und einer (im positiven Sinne) einfachen Konstruktion. Wie der Name bereits verrät, ist die Hose weit genug geschnitten, um sie über andere Hosen Weiterlesen

Advertisements

Test: Marmot Tempo Jacket

Marmot Tempo Softshell

Marmot Tempo Jacket

Gute 3-Jahreszeiten Softshell

Mit der Tempo läutet Marmot einen neuen Ultraleichttrend ein. Trekking ohne Rucksack. Das Gepäck? Das verstaut man einfach in den beiden Fronttaschen und freut sich das Rucksackgewicht gespart zu haben. Was? Quatsch!

Details

Aber in der Tat sind die Taschen der Tempo riesig und wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt mal ausprobieren, was da alles reinpasst. Das Shangri-La 3? Ja, kein Problem und in die andere Tasche passt auch dessen Aufstellstange rein – und auch dann ist nach oben noch Luft. Bei Größe „L“ sind die Taschen ganze ~60cm hoch.

Das wars aber auch mit den ungewöhnlichen Details der Jacke, ansonsten kommt sie erst einmal ziemlich herkömmlich daher. Kurz gesagt handelt es sich bei ihr um eine relativ günstige und einfache Sommersoftshell ohne Kapuze aus Marmots M3 Material.

Einige Details finde ich noch erwähnenswert. Quasi Standard ist die (hier) einhändig bedienbare und nur einseitige Bundverstellung am unteren Saum. Zwei Versteller mag ich lieber, denn dann sitzt die Jacke besser wenn man sie zusammenschnürt.
Die seitlichen Taschenreißverschlüsse sind versteckt und sauber in die Naht integriert, was sehr chic ausschaut. Ebenso nett ist die Brusttasche, denn auch sie ist ziemlich groß, ihr Reißverschluss transparent und der Zipper sitzt außerdem in einer kleinen Garage. Musikliebhaber werden sich über den Kopfhörerkabeldurchgang auf der Innenseite der Brusttasche (einfach ein kleines, umsäumtes Loch) freuen. Der Marmotschriftzug an der Brust, sowie deren Emblem am Ärmel sind reflektierend.

Das Gewicht beträgt 510 Gramm (nachgewogen bei Gr. „L“; laut Hersteller sind es 454g für eine „M“).

Praxis

Zuerst einmal der für mich entscheidende Punkt: Weiterlesen

Test: Robens Trailstar 1

Der Geburtskanal.

Robens Trailstar 1

Kürzlich bin ich über ein Hammerangebot gestoßen: Das Robens Trailstar 1. Eigentlich ist es kein Zelt, dass ich mir kaufen würde, denn es ist klein und eng und die Apsis ist fast keine. Aber irgendwie hat das Zelt was und so schnappte ich es mir kurzerhand. Robens will 100€ für das gute Stück haben, im Netzt wird man aber normalerweise schon für 80€ fündig. Für den Preis erhält man ein ordentlich konstruiertes, leichtes 1-Personenzelt mit einem vernünftigen Alugestänge und so manch schönem Detail.

Zur Konstruktion & dem Aufbau

Man nehme einen 60cm breiten Boden, der sich in der Zeltmitte auf 75cm erweitert und kombiniere diesen mit einem vor Wind schützenden Innenzeltmaterial (die Moskitonetzfläche ist eher klein, aber abdeckbar). Sodann errichte man darüber ein Außenzelt mit außenliegendem, angeklippstem Alugestänge und vier weiteren, bereits montierten Alustangen (die bleiben immer am Zelt), die im Kopf- und Fußraum für mehr Platz sorgen. Die Zeltform ähnelt dann dem Hilleberg Akto.

Das Prinzip gefällt mir nicht schlecht, es ist ganz simpel und lässt einen das Trailstar in kürzester Zeit aufbauen. Wie das geht? An Kopf- und Fußraum werden jeweils zwei Heringe gesetzt, das Gestänge zusammengefügt und in die seitlichen Ösen in der Zeltmitte gesteckt. Nun wird es mit vier Klippsen mit dem Außenzelt verbunden – fertig.

Trotz des geringen Preises verblüffte mich das Zelt mit schönen Details, wie etwa den erstklassigen Weiterlesen

Test: Primus EtaPower EF Trail

Primus EtaPower EF Trail

Brauche ich das überhaupt?

Ein Trangia mit dem Edelrid Hexon, ein Esbit Spirituskocher und auch ein Markill Peak Ignition zählen zu meiner Kocherflotte, die sich in letzter Zeit ohnehin etwas verkleinert hat. Hinzu gesellen sich noch 4 verschiedene Titantöpfe von Evernew. Das sollte zum Kochen unterwegs doch nun wirklich reichen. Tut es auch, aber in den Hot Offers von Globi gibt es aktuell den Primus Eta Trail für schlappe 54,95€ zu kaufen und das liegt nunmal locker 50% unter der UVP des Herstellers. Und ich wusste genau: wenn ich ihn mir nicht gönne, werde ich das die kommenden Wochen bereuen. Also wurde er heute geliefert und bevor ich mit ihm zukünftig durch die Gegend reise, werde ich ihn euch heute erstmal vorstellen.

Kocher gibt es ja inzwischen fast wie Sand am Meer. Logischerweise greift ein jedes System auf einen oder mehrere Brennstoffe zurück (Gas, Benzin, Spiritus, Holz…) und jedes System hat seine Vor-, aber auch seine Nachteile. Nach wie vor sehr beliebt sind Gaskocher. Sie sind meist günstig, einfach in der Handhabung, die Verbrennung ist sehr sauber und sie leisten viel bei recht geringer Lautstärke. Leichte Kocher wiegen keine 100g. Nachteilig ist der hohe Preis der Gaskartuschen und die Abfallproblematik bei den diesen. Die Kocher werden meistens direkt auf die Gaskartusche geschraubt, was eine eher wackelige Angelegenheit sein kann (Abhilfe schaffen hier spezielle Dreibeine, die unter die Kartuschen gesteckt werden). Obendrauf kommt direkt der Topf. Klar, weiß wohl jeder.
Seit einiger Zeit haben die Kocherhersteller Kochsysteme für sich entdeckt und mittlerweile Weiterlesen

Test: Marmot Twilight 2P

Klasse: Klippse und hochwertiges Gestänge.

Marmot Twilight 2P

Für unseren Sommerurlaub, wir werden 6 Wochen mit dem Rad durch Rumänien touren, plante ich den Kauf eines freistehenden Zeltes. Die übrigen Anforderungen waren recht klar: zwei Apside, das möglichst luftige Innenzelt sollte zuerst aufgebaut werden können, Gewicht und Packmaß sollten gering, bzw. klein sein. Bei diesem Anforderungsprofil bleiben eine ganze Reihe Zelte über. Am Ende ist es das Marmot Twilight 2P geworden, es schien meine Wünsche prima abzudecken. Für zwei Personen bietet das Innenzelt eine geräumige Breite (Grundfläche) und erfüllt auch sonst alle gewünschten Anforderungen. Zudem weckt ein orangefarbenes Marmot-Zelt nunmal einfach schöne Erinnerungen an meinen letzten Rumänienurlaub. Da zudem auch der Preis gestimmt hat und für 219€ sogar ein Footprint zum Lieferumfang gehört, war die Entscheidung gefallen. Zusammen mit meiner Therm-a-Rest NeoAir hatte ich es mir bei den Bergfreunden bestellt und ruckizucki traf beides bei mir ein.
Für einen Testaufbau räumte ich kurzerhand mein Zimmer um, eigentlich lag ich nämlich mit Fieber im Bett, und konnte es kaum erwarten Weiterlesen

Koss KSC-9

Nee, das ging einfach nicht. Ich habs probiert, aber die Vivanco SPO 6061 sind bei mir untendurch. Ich habs probiert, aber mir sind der Spaß an Musik und Büchern und nebenbei auch der Erhalt meiner Ohren dann doch etwas wert. Es ging nicht anders, andere Hörer mussten her. Aber welche?

Diesmal gedachte ich keinen Spontankauf zu tätigen, sondern mich vorher schlau zu machen. Viel Geld wollte ich auch diesmal nicht unbedingt ausgeben, die Erfahrung, selbst für relativ wenig Geld ausreichende Kopfhörer zu bekommen, habe ich eben sonst stets gemacht.

Was sagen professionelle(!?) Tester dazu und was die Nutzer? Hmm, nach dieser Suche ist kein Hörer übrig geblieben, der mir wirklich zusagte. Gut, gefunden habe ich schon welche, aber mein Hauptkriterium war ja vor allem auch ein sicherer Halt beim Sport. Am Ende ist kein passender Hörer übriggeblieben der sicher sitzt, gut klingt, günstig ist und auch möglichst haltbar. Beim Klang habe ich mich vor allem auf die Tester, beim Sitz und der Haltbarkeit auf die Nutzer verlassen. Irgendwas abschreckendes besaß jeder Kopfhörer.
Wie hab ich dann überhaupt geschafft mir einen auszusuchen? Zum Koss KSC-9 sagt die Presse: Weiterlesen

Vivanco SPO 6061

Vivanco SPO 6061

Kopfhörer im Outdoorblog? Klaro! Zumindest ich genieße auf meinen Touren viele Hörspiele und -bücher und Musik und entsprechend, so meine ich, passen auch solche Teile in meinen Blog hinein.

Nachdem meine alten Kopfhörer die Grätsche gemacht haben, musste ich mich nach neuen umschauen. Die Vivanco SPO 6061 waren ein Spontankauf aus dem Saturn, wo sie sich in Massen tummelten. Seit langer Zeit war das mein erster Kopfhörerkauf und so wurde ich denn doch von den Preisen der lütten Dinger überrascht. Am Ende reicht die Preisspanne von fast nüscht bis jenseits der 100€-Marke.
Jo, das wollte ich nun nicht ausgeben. Ohnehin hatte ich vor dem Kauf eh nur zwei Vorgaben im Kopf: der Preis sollte bei +/- 20€ liegen und die Hörer fest am/im Ohr sitzen. Gute Erfahrungen habe ich dabei mit Hörern, ähnlich dem hier vorgestellten gemacht, deren Bügel man sich direkt hinter das Ohr steckt. Ein Herausfallen des Hörers aus dem Ohr ist dann, selbst bei anstrengenden Sportarten Weiterlesen